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„Ihr armen Blumen ſeid nicht werth zu ſolcher Feier,
„Nur Eich' und Lorbeerzweig umſtreuen ſeinen Pfad—
„Laßt gluͤhend Euer Herz vor Wonnen uͤberſchaͤumen— Ja— da liegt fuͤr jetzt der Hund noch begraben.“—
„Nimmt's denn da draußen fuͤr heute gar kein Ende, Martin,“ toͤnte eine heiſere Frauen⸗ ſtimme aus der Kammer, deren Thuͤr nur angelegt war,„ich kann kein Auge zuthun, und wenn's Morgen die Herrlichkeiten alle zu ſchauen geben wird, da werd' ich ſchlaͤfrig und krank daheim ſitzen muͤſſen.“
„Weib!“ ſprach der Alte,„Du reißeſt mich vollends aus der poetiſchen Begeiſterung. Und wenn Du nun nicht zugaffen wirſt, wird der große Koͤnig deshalb weniger ſeinen Einzug halten? Aber denke Dir einmal das Ding ſo, als wenn ich mit meinem Poem verungluͤckte. Es ſiele eine Schande auf das ganze Roswalde, der Schulmeiſter in Ros⸗ walde muß ein wirklich dummer Mann ſein, wenn ihn ein Stoff wie ich, nicht zu einem heroiſchen Schwung begeiſterte, wuͤrde Friedrich ſagen und vor Voltairen, deſſen Bekanntſchaft ich doch bei dieſer Gelegenheit fuͤr mein Leben gern machen moͤchte, duͤrft' ich mich gar nicht ſehen laſſen.“
„Nun, ſo mache wenigſtens die Kammerthuͤr zu,“ ſeufzte die Schulmeiſterfrau,„und dichte— A, Lewald, Novellen. III. 2
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