Teil eines Werkes 
3. Theil (1833)
Entstehung
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Graf Hoditz, der Schoͤpfer dieſes Feenſitzes, ein durch Reiſen gebildeter Cavalier, lebte hier mit ſeiner Gemahlin Sophia, Wittwe des Markgrafen Georg Wilhelm von Bayreuth, und Alles, was auf den Namen Kuͤnſtler Anſpruch machte, eilte von fern und nah herbei, um mit den Wundern Roswalde's zugleich ſeines Beſitzers Freigebigkeit kennen zu lernen, und es genuͤgte zu damaliger Zeit, bei den dort veranſtalteten Feſtlichkeiten ſich auszuzeichnen, um ſich einen bedeutenden Ruf in Europa zu gruͤnden. 4

Es zierte bereits der ſchoͤnſte Aſternflor die Blumenterraſſen des Pallaſtes und die hohen Laub⸗ gaͤnge des Parks ſchmuͤckten ſich mit den goldenen Tinten des Spaͤtſommers, in den Morgenſtunden verſammelte munterer Hoͤrnerſchall die vornehmſten Herren und die anmuthigſten Damen zur Jagd, waͤhrend Abends zum weithintoͤnenden Halali, tau⸗ ſend Raketen in den heitern Herbſtazur der Luͤfte ziſchten; Opern und Schauſpiele der uͤberraſchend⸗ ſten Art waͤhrten bis tief in die Nacht, an welche ſich ein uͤppiges Mahl reihte, das ſich bis gegen den Morgen hinerſtreckte; Alles athmete Freude und Luſt, aber das rege Leben, das ſtets dieſe Hallen erfuͤllte, ward noch durch eine ganz eigene Regſamkeit, durch eine geſteigerte Thaͤtigkeit ver⸗ mehrt.