Teil eines Werkes 
3. Theil (1833)
Entstehung
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1.

In dem fruchtreichen Lande, unweit des erzbiſchoͤf⸗ lichen Sitzes von Ollmuͤtz, erhob ſich um die Mitte des vorigen Jahrhunderts aus ſeinen kuͤnſtlich an⸗ gelegten Parks, ſeinen ſpringenden Waſſern und ſeiner marmornen Goͤtterverſammlung, das wun⸗ derbare Roßwalde, welches die prachtliebende Eitel⸗ keit eines Privatmannes, im kuͤhnen Wetteifer, zu einem deutſchen Verſailles erheben wollte. Alle Zeitgenoſſen ſtaunten dieſe Unternehmung an, und wenn gleich berechnende Beſonnenheit den gefahr⸗ vollen Schlund ſchon geoͤffnet ſah, der des Eigen⸗ thuͤmers Gluͤck und Vermoͤgen bald verſchlingen mußte, ſo war die ſinnliche Begeiſterung fuͤr alle⸗ Kuͤnſte und der phantaſtiſche Geſchmack, welcher das Ganze beſeelte, ſogar im Stande, Friedrichs und Joſephs Aufmerkſamkeit zu erregen, die einſt Roswalde's Schloß zum Orte eines freundlichen Stelldicheins machten.