Teil eines Werkes 
5., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 13.-15. Bändchen (1845)
Entstehung
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des Uſurpators errungen worden; aber es iſt das Vorrecht der Legitimität, groß und hochherzig zu ſein und wahres Verdienſt anzuerkennen, wo immer es auch vorkommen mag. Nun, was ſagen Sie dazu? Entſpricht dieſer Vorſchlag Ihren Wünſchen?

Wenn dadurch, daß meine Erwartungen übertroffen und mein Stolz geſchmeichelt wird, mein Verſtand über⸗ zeugt und mein Maßſtab für Loyalität und Wahrhaftigkeit geändert würde, ſo ſagte ich, ja, de Brauvais, der Vor⸗ ſchlag entſpricht meinen Wünſchen. Dieß iſt jedoch nicht der Fall. Ich trug dieſe Epauletten zuerſt aus Bewun⸗ derung für denjenigen, deſſen Geſchick ich bis zum letzten Augenblick gefolgt bin mein Stolz, mein Ruhm war es, ſein Soldat zu ſein. Damit iſt's nun vorüber, und das Schwert, mit dem ich für ſeine Sache kämpfte, ſoll nie für die eines andern aus der Scheide.

Vergeſſen Sie, daß dieſe Gründe mit gleicher Stärke auf alle jene großen Männer anwendbar ſind, die ſeit we⸗ nigen Wochen Seiner Majeſtät Treue geſchworen haben. Was ſagen Sie zu der Liſte von Marſchällen, von denen kein einziger die huldreichſt dargebotene Gunſt Seiner Ma⸗ jeſtät verſchmäht hat? Sind Ney, Soult, Augereau, Mac⸗ donald und Marmont keine gültigen Beiſpiele?. Ich will das nicht ſagen, de Beauvais aber das

ſage ich, ich würde ſie mehr verehren und achten, wenn ſie anders gehandelt hätten. Wenn ſie dem Kaiſer treu waren, ſo können ſie gegen den König kaum loyal ſein?

Können ſie nicht zwiſchen den erzwungenen Dienſten, die ein Tyrann abnöthigt, und der Erfüllung edler Pflich⸗ ten gegen einen rechtmäßigen Souverän unterſcheiden?

Ich kann den Zauber beſſer würdigen, der Männer bewegt, lieber einem Helden zu folgen, als vor den ver⸗ goldeten Gittern eines Palaſtes Paradeſoldaten abzugeben.

De Beauvais ſtieg die Röthe ins Geſicht und erwie⸗ derte mit erhöhter Stimme:

Die Cdelleute Frankreichs, mein Herr, haben ſich