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vom Kopfe geriſſen und von allen Seiten angefallen, ward ich unter wildem Rachegeſchrei und groben Schmähungen in die Mitte der Straße geſchleppt. Eben als ich von der Ueberzahl bewältigt dalag, erſcholl aus dem Zuge der laute Ruf:„Zurück!“ und auf einem muthigen Pferde ſprengte ein Reiter, den Degen in der Hand, auf den Pöbel ein, und theilte nach allen Seiten Hiebe aus. Mit Blitzesſchnelle bahnte er ſich den Weg durch den dichten Haufen und drängte meine Angreifer zur ück.
„Ergreifen Sie die Mähne meines Pferdes,“ ſagte er ſchnell.„Halten Sie einige Sekunden feſt und Sie'ſind gerettet.“
Dem Rathe folgend klammerte ich mich an die Mähne des Roſſes, während er ſich auf beiden Seiten durch den Poͤbel Platz machte und mich mit der Waffe beſchützte, die er über meinem Kopfe ſchwang.
„Für diesmal gerettet,“ rief er, als wir in den Rei⸗ hen anlangten; dann drehte er ſich um, ſo daß er mir ins Geſicht ſah, und fügte bei,„Gerettet! und meine Schuld getilgt. Sie haben einſt mein Leben gerettet und obwohl die Gefahr jetzt weniger drohend ſchien, ſo wäre doch, glauben Sie mir, das Ihrige ohne mich der Wuth dieſes Haufens nicht entgangen.“
„Wie, Henri de Beauvais— begegnen wir uns noch einmal?“
„Ja; aber unter veränderten Glücksumſtänden, Burke. Unſer König, wie es im Liede Eurer Garde Ecoſſaiſe heißt, unſer Koͤnig„iſt wieder zu den Seinigen gelangt.“ Der Tag der Loyalität iſt wieder über Frankreich angebrochen, und ein dankbares Volk mag ſeine Begeiſterung für die Reſtauration ſogar bis zur Rache an deren Widerſachern treiben, ohne gerade viel Vorwürfe zu verdienen. Aber nichts mehr davon. Wir köͤnnen jetzt Freunde ſein; aber wenn nicht, ſo iſt es Ihre Schuld.
„Ich bin nicht zu ſtolz, de Beauvais, um aus Ihren Händen eine Gunſt ſowohl anzunehmen als zu erkennen.“


