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vergelten konnten, auch hatte es damit bald ein Ende, denn auf einen Bericht der Polizei, daß ich die jungen Solda⸗ ten zum Duelliren aufmuntere— allerdings ein großes Verbrechen— ward mir dieſer armſelige Erwerb verboten — es ging mir eben, wie ihr ſeht, damals Alles ſchief.
„Ich wußte nun wirklich nicht, was aus mir werden ſollte, als es der Vermittlung eines alten Kameraden, der unter Moreau gedient hatte und penſionirt worden war, gelang, mich als beſoldeten Supernumerarius, wie ſie es heißen, in der großen Oper anzubringen, wo ich für fünf Franken wöchentlich einen römiſchen Soldaten, oder einen Mönch, oder einen Bauer und dergleichen vorzuſtellen pflegte — keinen Sou mehr hatte ich und dabei gab es mehr zu thun als im Felde.
„Nach zwei Jahren ſtarb die türkiſche Trommel an einem. rheumatiſchen Fieber, das ſie ſich durch ein gro⸗
ßes Solo in einer neuen deutſchen Oper zugezogen hatte,
und ich wurde an ihre Stelle befördert; denn ich war von den Folgen meiner Wunde wieder gänzlich geneſen und konnte meine Arme ſo gut brauchen, wie vorher. Einige aus der ehrenwerthen Geſellſchaft erinnern ſich vielleicht an die erſte Nacht, wo Napoleon nach ſeiner Ernennung zum Kaiſer die große Oper beſuchte. Es war ein präch⸗ tiger Anblick, den man nicht vergeſſen kann— das ganze Haus voll Generale und Marſchälle— ein großer Schlacht⸗ tag, von zehntauſend Wachslichtern beleuchtet; und die Kai⸗
ſerin war da mit ihrem ganzen Gefolge und die hübſcheſten
Weiber von Frankreich. Ich hatte freilich wenig Zeit, mich nach ihnen umzuſehen, denn da ſaß ich in der Ecke des Orcheſters mit der großen Trommel vor mir, auf der ich das vertrackte Ding ſpielen ſollte, woran der andere Burſche geſtorben war. Es war ſicherlich eine verdammt— kurioſe Geſchichte; denn mitten im derbſten Geklirr und Getoͤſe kam eine todtenſtille Pauſe und dann mußte ich drei feierliche Schläge auf die Trommel thun und hinterher ſchnell wie der Blitz fünf Minuten lang wirbeln. Dieß Tom Burke. v.. 2
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