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meraden, ich ſagte da blos eine Gasconnade, damit ihm unſer Zuſammentreffen Vergnügen machen ſollte.
„Wir maßen unſere Degen und warfen unſere Jacken ab.„Frangois,“ begann er,„ich muß Dir ſagen, daß mein Ausfall in der Terze meine Hauptſtärke iſt— damit mißlingt es mir ſelten, meinen Gegner durch die Bruſt zu rennen.“
„Ich kenne den Kunſtgriff wohl,“ erwiederte ich,„hüte Dich vor meinem Stoß außerhalb der Wehr.“
„O wenn das Deine Art iſt,“ ſagte er lachend,„ſo will ich mit Dir kurzen Prozeß machen— nun fangen wir an.“
„Alles in Ordnung, rief ich, en garde und wir kreuzten unſere Waffen— für einen Deutſchen war er ein ausgezeichneter Fechter und hatte eine recht hübſche Art, ſeinen Stoß über dem Gefäſſe anzubringen und den rech⸗ ten Arm zu verwunden; aber wäre es nicht des Weines wegen geweſen, den ich getrunken, ſo hätte die Geſchichte in einer oder zwei Sekunden ihr Ende gehabt. Allein ſo ſechten wir nur auf's Gerathewohl, ohne beſondere Ueber⸗ egung.
„Ha, das ſaß endlich,“ ſagte ich, als ich ihm einen Stoß in den Rücken gab, außerhalb des Stichblattes. „Nein, nein,“ rief er leidenſchaftlich; denn er war in der Hitze und wollte den Tuſch nicht geſtehen.„Nun denn, das ſitzt,“ rief ich und ſtieß unterhalb des Gefäſſes zu, daß ſein Blut längs meiner Klinge hinauf und mir ſogar bis in die Augen ſprudelte. 3
„Ja, das ſitzt,“ ſtöhnte er und taumelte zurück, die Füße wankten und er fiel auf's Gras.„Ich beugte mich nieder, um den Schlag ſeines Herzens zu fühlen, dabei ſchwanden mir die Sinne— ich konnte mich nicht mehr aufrecht halten und rollte kopfüber auf ihn. Ich war näm⸗ lich ſchwer verwundet, obwohl ich nicht wußte wo— denn ſein Degen war mir unter einer Rippe in die Bruſt ge⸗ drungen und hatte einige Gefäſſe in der Lunge verletzt.


