Teil eines Werkes 
5., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 13.-15. Bändchen (1845)
Entstehung
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angenehmeren Burſchen, als dieſen Oeſterreicher, ſah ich nie; er erzählte mir ſeine ganze Geſchichte und ich ihm die meinige, und wir tranken mit einander Bruderſchaft und ſchworen uns, ich weiß nicht wie oft, ewige Freundſchaft. Doch der Teufel ſäte unterdeſſen Unkraut unter den Wai⸗ zen, wie ihr gleich ſehen werdet, denn wir geriethen in einen Wortwechſel über den Angriff, in welchem unſere Brigade die Kanone nahm. Er ſagte, daß wir, wenn die Munition nicht ausgegangen wäre, den Angriff nie ge⸗ wagt haben würden und ich ſchwor, daß wir unter einem Hagel von Kugeln auf die Batterie losritten.

Ueber dieſen Streit wurden wir warm und ſchauten immer tiefer ins Glas, um uns zu kühlen, und ſo vom Wein und unſerer eigenen Hitze aufgereizt, wurden wir ganz zornig und es kam ſo weit, daß wir mit einander Redensarten wechſelten, die nach nichts weniger als nach Bruderſchaft ſchmeckten.

Ach, wie mich das Unglück immer verfolgt, ſagte ich ſeufzßend.Wäre ich jetzt nur der Geſangene und Du die Bedeckung

Und was dann? fragte er.

Wie leicht und wie angenehm könnten wir dann dieß kleine Geſchäft mit einander abthun. Der Grund iſt glatt wie Sammet kein Sonnenſchein alles ſtill, ruhig und friedlich.

Nein, nein, ſagte der Oeſterreicher,ich könnte Deinen Vorſchlag nicht annehmen ich wäre für immer

entehrt, wenn ich meine Ueberlegenheit ſo benützte. Du

mußt wiſſen, Frangois, denn er nannte mich ſo, indem

er wieder ſeinen freundlichen Ton annahm,ich bin der

beſte Fechter in meiner Brigade.

Ich konnte mich bei dieſen Worten kaum enthalten, ihn zu umarmen ein ſolches Glück war mir noch nie begegnet.Und ich, rief ich mit Begeiſterung,ich der erſte in der ganzen franzöſiſchen Armee! Ihr wißt, Ka⸗