Teil eines Werkes 
5., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 13.-15. Bändchen (1845)
Entstehung
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Tage in jeder Woche im Arreſt ich kenne Euch wohl. Alſo, Meiſter Francois, ich will Sie das erſte Mal, wenn Sie mich darum bitten, wegen jedes Vergehens begnadi⸗ gen, wo dieß in meiner Macht ſteht. Gehen Sie, Sie ſind mit dem Verſprechen zufrieden, nicht wahr?

Ja, General, und ich werde es Ihnen bald ins Ge⸗ dächtniß zurückrufen, ſagte ich, ſalutirte und entfernte mich.

ijIch ſehe einige alteTapfere von den Pyramiden da um mich herum, fuhr Francois fort,und ſo brauche ich bei den Ereigniſſen dieſes Feldzuges nicht länger zu verweilen. Ihr wißt Alle, wie General Bonaparte das Heer Kleber übergab und nach Frankreich zurückging, und wir hatten ſonach kein rechtes Gluck mehr ich kam mit dem Regimente hinan und war bei der Schlacht von Ma⸗ rengo, wo unſere Brigade vier Kanonen von Skal's Bat⸗ terie nahm und eilf Offiziere davon als Gefangeue mit fortführte. Ihr werdet Euch jetzt wundern, Kameraden, wie dieſer glückliche Zufall mir ſo ſchlecht bekommen konnte, eben das war der Fall. Nachdem die Schlacht gewonnen war, verfügte ſich General Bonaparte mit ſeinem Stabe nach Gerofola, und ich bekam Befehl, ihm zu folgen, mit dem Hauptmann Klingenſchwert von der öſterreichiſchen Armee, einem unſerer Gefangenen, der im Stabe des Ge⸗

nerals Melas gedient hatte und die Stärke der Armee

und alle ihre Plane genau kannte.

Wir begaben uns mit Tagesanbruch auf den Weg, es war im Juni und ein prächtiger Morgen dazu, und da mein Gefangener ein Offizier und ein Mann von Ehre war, ſo nahm ich keine Eskorte mit und ritt an ſeiner Seite; um Mittag hielten wir in einem kleinen Cedernge⸗ büſche an, um etwas zu eſſen, wo ich mein Flaſchenfutter offnete und den Inhalt auf das Gras breitete, und nach⸗ dem wir uns gütlich gethan, zündeten wir unſere Meer⸗ ſchaumpfeifen an und plauderten mit einander, wie alte Kameraden, über Krieg und deſſen Wechſelfälle. Einen