Teil eines Werkes 
5., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 13.-15. Bändchen (1845)
Entstehung
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Augen des Burſchen wie Feuerbälle und er biß ſeine

Zähne aufeinander. Seine Klinge ſchwang über dem

Kopfe ſo loſe, daß ich dachte, er habe ſie von ſich geſchleu⸗

dert und wollte mir einen Hieb in den Nacken geben,

allein ſchnell wie der Blitz bückte ich mich auf die Mähne nieder und die ſcharfe Waffe ſchnitt die rothe Feder von meinem Tſchako, daß ſie in die Luft flog, während ich ihn ſtracks durch den Leib ſtieß und ſein Todesgeſtöhn hörte, als er in Blut gebadet in den Sand fiel. Der General ſah ihn fallen und ſchrie eiwas, ich konnte ihn jedoch nicht verſtehen und kümmerte mich, aufrichtig geſagt, damals auch nicht viel darum am froheſten war ich darüber, den Reſt der Cskorte, die wir hinter uns gelaſſen hatten, in ſcharfem Trabe herankommen zu ſehen. Kaum bemerk⸗ ten ſie die Türken, als ſie umkehrten und flohen, und ſo kehrten wir ins Lager zurück, mit einem Verluſte von un⸗ gefähr zwanzig braven Burſchen und nicht klüger, als wir vorher waren.

Was ſoll ich für Sie thun, Freund? fragte mich der General, als ich mich auf ſeinen Befehl bei ſeinem Zelte einfand,was ſoll ich für Sie thun?

Meiner Treu, erwiederte ich und zuckte die Achſeln, das kann ich gerade jetzt nicht ſagen; vielleicht wäre es am Beſten, wenn Sie mir verſprächen, mich nie mehr unter Ihrer Eskorte mitzunehmen, wenn Sie ſolch einen Gang machen, wie dieſen Morgen.

Nein, nein, das will ich nicht zuſagen; wer ſind Sie? welchen Grad haben Sie?

Francois, Fechtmeiſter des zweiten Gardejägerregi⸗ ments, gab ich ſtolz zur Antwort und dachte, er hätte wohl ohne dieſe Frage wiſſen können, wer ich ſei.

Ah, wirklich i bemerkte er ernſthaft,dann iſt hier Beförderung überflüſſig ein Fechtmeiſter iſt gleich ei Diviſionsgeneral auf dem Gipfel des Baume jetzt habe ich's, ein Burſche Ihrer Art iſt in Klemme, duellirt und rauft ſich immer, un