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„Wir wollen ſie in Schach halten, General,“ ſagte der Offizier der Pikets.„Verlieren Sie jetzt keine Zeit, ſondern ſprengen Sie ſort, was Sie können, und Sie wer⸗ den ihnen entkommen,“ und ohne weitere Umſtände wen⸗ dete Bonaparte ſein Pferd, gab ihm die Sporen und ritt in vollem Jagen davon.
„Dieß war für die Mameluken die Looſung zum An⸗ griffe und heran kamen ſie. Sacristi! wie die Ungläu⸗ bigen uns überritten; unſere Burſche, Mann und NRoß, purzelten übereinander, während ſie mit ihren ſcharfen Sä⸗ beln nach allen Seiten Hiebe austheilten— Wenige hatten einen zweiten nöthig, dafür bürge ich euch.
„Ein glücklicher Zufall wollte, daß ſich mein Beeſt im Durcheinander auf den Beinen hielt und ein noch glück⸗ licherer, daß er ſcheu wurde und in vollem Galopp dem General nachrannte, der ungefähr zweihundert Schritte vor mir hinritt, von einem Mameluken verfolgt, der einen Sä⸗ bel über ſeinem Kopfe ſchwang. Des Türken Pferd war jedoch verwundet und konnte ſogar das erſchöpfte Thier ver ihm nicht einholen, während ihm meines mit jedem Schritte näher kam.
„Als der Mameluk das Getrappel hinter ihm hörte, wandte er ſeinen Kopf, ich aber benützte den Augenblick und ſchoß mein einziges übriges Piſtol nach ihm ab, leider ohne Erfolg. Mit einem wilden Kriegsgeſchrei wirbelte der Kerl herum und kam auf mich zu, in der Abſicht, mein Pferd in die Flanke zu nehmen und mich zu über⸗ reiten; aber das gute Thier machte einen Sprung vorwärts und mein Feind wiſchte hinter ihm vorbei und ſtreifte blos die Hüften; einen Augenblick nachher war er an meiner Seite— parbleul dieſe Kameradſchaft war mir nicht angenehmz ich konnte wohl mit einem Haudegen oder mit einem Rapier gut umgehen, aber ein krummer Pallaſch, ſcharf wie ein Raſirmeſſer, von Damaszenerſtahl, der über meinem Kopfe glänzte und flimmerte, war ein ganz ver⸗ ſchiedenes Ding— auch funkelten die großen ſchwarzen


