Teil eines Werkes 
5., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 13.-15. Bändchen (1845)
Entstehung
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Geheimniß! im Felde gibt's keine Geheimniſſe, au⸗ ßer wenn die Militärkaſſe leer iſt oder dem Kommiſſär die Grütze ausgeht. Das iſt das Einzige, was man je zu verheimlichen ſucht. Alſo rücken Sie nur heraus.

Wenn es denn ſein muß, ſo kann ich eben ſo gut mir Ihren Rath zu Nutzen machen. Kommen Sie⸗ alſo ein wenig näher, ich moͤchte nicht, daß es Alle hörten.

Mit ſo wenig Worten als möglich erklärte ich Fran⸗ cois die Urſache meines nächtlichen Rittes und mein Zu⸗ ſammentreffen mit dem Kaiſer in dem Hohlweg, wo die Geſchütze ſtecken geblieben waren; als ich aber zu dem Vorfall bei dem Piket kam und erzählte, wie mein Pferd unter mir getödtet wurde, als ich den Kaiſer aus der ge⸗ fährlichen Lage rettete, da konnte er ſich nicht länger hal⸗ ten, wendete ſich an die Uebrigen, die etwa fünfzehn oder ſechszehn an der Zahl um das Feuer ſaßen, und rief:

Mille tonnerres! Der Junge iſt ja toll! und be⸗ vor ich es hindern konnte, war er mit dem ganzen Aben⸗ teuer herausgeplatzt. 3

Es nüßte jetzt nichts mehr, ein Geheimniß daraus machen zu wollen, noch mich über ſein Benehmen zu er⸗ zürnen eins wäre ſo thöricht geweſen als das andere; und ſo mußte ich, ſo gut ich konnte, die verſchiedenen Be⸗ merkungen über mein Benehmen ertragen, deſſen Super⸗ klugheit einſtimmige Würdigung fand.

Sie müſſen die Beförderung in der Taſche haben, Kapitän, ſagte ein alter Sergeant mit grauem Bart, ſonſt würden Sie wohl ein ſolches Gluck beſſer benützen.

Der Teufel! rief Francois,ſeht ihr denn nicht, daß er nichts annehmen will er iſt zu ſtolz, demklei⸗ nen Korporal aufzuwarten, obgleich er ihn darum gebe⸗ ten hat. 3

Er hätte Ihnen auf jeden Fall das Kreuz der Ch⸗ renlegion gegeben, meinte ein Anderer.

Ja, meiner Seel! eiferte der Reitmeiſter eines