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gewahrten wir endlich ein Peloton Dragoner, das in ſchnel⸗
lem Trabe auf uns zuritt. „Die Glieder geſchloſſen und die Säbel gezogen!“ wurde kommandirt— und kaum war es gethan, als der
Stab des Kaiſers herankam. Sie waren Alle in der gan⸗
zen Pracht ihrer Galauniformen und glänzten von Kreuzen
und Dekorationen. Napoleon allein trug das einfache Kleid der Gardejäger mit dem Zeichen der Ehrenlegion; allein ſein ſtolzer Blick und ſein blitzendes Auge zeichneten ihn vor Allen aus. Er ritt ſein Liebliggspferd Marengo und ſchien ſich an der Lebhaftigkeit des feurigen Thieres zu freuen, das ſeine lange Mähne ſchüttelte und mit dem lan⸗ gen ſeidenhaarigen Schweife die Flanken ſchlug.,
Als der Zug vorüber war, ſchloſſen wir uns als Nachtrab an und folgten in ſcharfem Trott, indem wir uns mehr als je den Kopf darüber zerbrachen, was es geben würde. Nach zweiſtündigem unausgeſetztem Reiten ſahen wir einige Stabsoffiziere Front machen, dem Kaiſer ſalu⸗ tiren und ſich dann unter das Gefolge miſchen. Im näm⸗ lichen Augenblicke kam General d'Auvergne ganz nahe an mir vorüber und flüſterte mir ins Ohr:„Bernadotte iſt ſo eben angelangt und ſehr kalt empfangen worden.“ Ich wollte ihn um den Zweck der ganzen Bewegung fragen, aber er war fort, ehe ich es thun konnte. In weniger als einer Viertelſtunde verließen wir die Hauptſtraße und ka⸗ men auf eine weite Ebene, wo ich keinen andern Gegen⸗ ſtand erblickte als eine alte verfallene Mühle. Auf dieſe ritt der kaiſerliche Stab zu, während das Peloton in der Front umſchwenkte und ſich der Nachhut unſerer Schwadron anſchloß. Gleich darauf ließ man uns halten und in Schlachtordnung aufſtellen. Ich bemerkte, daß mittlerweile der Kaiſer abgeſtiegen war und ſeinen Stab entlaſſen hatte, mit Ausnahme des Marſchalls Berthier, der in kleiner Entfernung von ihm ſtand. Einige Dragoner beſchäftigten ſich damit, zwei ungeheure Feuer anzuzünden, wobei Na⸗
poleon ein oder zwei Sekunden lang mit großem Intereſſe
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