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„Nichts da, meine Herren,“ unterbrach der Major. Lieutenant Taſcher, es wird Ihnen wahrſcheinlich nicht angenehm ſein, in Arreſt zu kommen, wenn wir vor dem Feinde ſtehen. Meiſter Frangois, vergeſſen Sie, daß ein kriegsgerichtliches Urtheil über Ihnen ſchwebt, wegen eines Vorfalls in Elchingen, wo Sie einen jungen Huſarenofficier beleidigten?“
„Erlauben Sie mir zu bemerken,“ ſagte ich,„daß ſich Meiſter Frangois bei dieſer Gelegenheit wie ein Ehren⸗ mann benommen hat.“
„Verdammt— und überdies den Kürzern gezogen,“ rief er und fuhr mit der Hand nach der Hüfte. Der Ton ſeiner Stimme bei dieſen Worten und die Fratze, die er ſchnitt, ſtellten die gute Laune der Geſellſchaft wieder her und wir verweilten bis Tagesanbruch in fröhlichem Ge⸗ plauder. 3
Als Taſcher mit mir meinem Quartiere uſchlenderte, ward ich zu meiner Befriedigung gewahr, daß er nie von der Verwicklung meines Namens in die Verſchwörung der Chouans gehört hatte; auch hatte er keine Ahnung davon, wie wenig Grund vorhanden war, mich für einen Günſt⸗ ling des Glückes zu halten.
Ich empfing jedoch alle ſeine Glückwünſche, ohne daß mich die Luſt ankam, ihn zu enttäuſchen. Die Welt hatte mir bereits die Lehre gegeben, daß, während Freunde ſich im Unglück näher aneinander ſchließen, bloße Bekannte unſere Beliebtheit für unſer größtes Verdienſt halten; und ich ward endlich inne, daß, ſo wenig mir auch in vielen Beziehungen die Geſellſchaft zuſagte, das vereinzelte Leben, welches ich führte, mich bei Andern verdächtig gemacht hatte, und noch dazu in einer Laufbahn, wo Offenheit als die erſte Tugend betrachtet wurde.
Nun machte mir die Ausſicht, daß wir uns während unſeres Verweilens im Lager oft treffen würden„ vieles Vergnügen. Mein eigenes Regiment war zum Corps Dayouſt's geſtoßen, und ich war froh, mit Altersgenoſſen


