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er ſich und murmelte etwas, das ich nicht verſtand.„Jetzt kommts an Dich,“ ſagte er laut.„Hier haſt Du eins— und noch eins.“ Geſagt, gethan: ich erhielt zwei äußere Quarten in den Rücken. Durch den Erfolg ermuthigt, rückte er mir näher, während ich, durch ſeinen letzten An⸗ griff gereizt, auf ihn eindrang.
„Wir waren Beide aufgeregt; er jedoch weit mehr, als ich. Der Kampf war hartnäckig. Dreimal hinter einander ging mir ſeine Klinge zwiſchen Arm und Bruſt durch; endlich nahm er wie verzweifelt alle ſeine Kraft zuſammen, fiel auf ein Knie und ſtieß mich hierher in den Leib. Bevor er ſeinen Degen herausziehen konnte, trieb ich ihm den meinigen in die Bruſt, bis das Heft klirrend an ſeine Nippen prallte. Als er rückwärts ſiel, ſprudelte mir ſein Blut über Geſicht und Bruſt. Ich wiſchte es mir haſtig von den Augen und beugte mich über ihn. Er ſchauderte zuſammen, ächzte leiſe, dann war alles ſtill.“
„Sie haben ihn getoͤdtet?“ riefen drei oder vier von uns zugleich.
„Meiner Treu, ja. Der Stoß war tödtlich— er rührte ſich nicht mehr.
„Was mich betrifft,“ fuhr Francois fort,„ſo ergab ich mich am Thore dem wachhabenden Officier als Ge⸗ fangener. Zehn Tage darauf wurde ich vor eine Militär⸗ commiſſion geſtellt und freigeſprochen. Meine eigene Ausſage war meine Anklage und meine Vertheidigung.“
„Daß Dich der Teufel— wäre ich beim Kriegsge⸗ richt geweſen, ſo wären Sie jetzt nicht hier, um Ihre Ge⸗ ſchichte zu erzählen,“ ſagte der Major und ſein Geſicht wurde purpurroth vor Aerger.
„Unſinn,“ ſpöttelte Taſcher,„was liegt an einem Fechtmeiſter mehr oder weniger?“ 3
„Sie werden wohl die Güte haben, ſich näher zu er⸗ klären, mein Herr,“ ſagte Frangois mit ſeinem gewöhn⸗ lichen höchſt ehrerbietigen Lächeln.
„Gerade das bin ich geſonnen zu thun, Frangois.“


