Teil eines Werkes 
4., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 10.-12. Bändchen (1845)
Entstehung
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erzählte, die wir jene Nacht einander zum Beſten gaben. Wir hatten beide ſeit unſerer Trennung manche Abenteuer erlebt und darunter recht luſtige. Doch davon iſt jetzt nicht die Rede. Wir ſaßen lange beiſammen, ſo lange, bis man das Kaffeehaus ſchloß und wir abziehen mußten. Sie kennen den rothen Grenadier nicht wahr. O ja ich kenne ihn gut, erwiederte der Major; man muß übers Glacis, etwa eine Meile jenſeits des Schlagbaums. Ganz recht; und der Weg herein bis zum Thor iſt ſehr angenehm. Als Piccotin und ich in die Stadt zurückgingen, wars eine ſtille, laue Nacht. Der ſanfte Silberſchein des Mondes verklärte die Gegend, und die

ſtattlichen Pappeln warfen lange Schatten über das weiche

Gras. Einige Zeit ſchritten wir ſchweigend fort. Die Stille der Nacht, die balſamiſche Luſt, das matte Licht verſetzten uns in eine weiche, ruhige Stimmung, und jeder überließ ſich ſeinen eigenen Gedanken.

Als wir die Mitte der Ebene erreichten Sie kennen gewiß den Platz, es ſteht dort eine kleiner Spring⸗ brunnen von Bronze, den vier Zedern umgeben der Major nickte, und er fuhr fort:Da ſtand Piccotin plötz⸗ lich ſtille, nahm meine Hand in die ſeine und ſagte Francois, kannſt Du errathen, was ich denke.

Ich ſah ihn an, blickte um mich und antwortete nach einer Pauſe von wenigen Sekunden: Ja, Piccotin, ich weiß es, das iſt ein herrlicher Platz.

Er hat nicht ſeines Gleichen! rief er entzückt; ſieh, hier den Boden, glatt wie Sammt, und wie weich es ſich darauf ſteht; ſieh die Bäume, wie ſie in den Hin⸗ tergrund treten und dem Lichte Raum laſſen; und dort der kleine Brunnen, wenn einer durſtig wird he! was ſagſt Du dazu?. 4

Einverſtanden, ſagte ich und faßte ihn mit beiden Händen; nur dieß eine, einzige Mal, Piceotin,