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„Die Leute ſagten es oft,“ antwortete Francois mit einer Gemüthsruhe, als habe man ihm ein Kompliment machen wollen—„wir hatten Haar und Augen von glei⸗ cher Farbe, das nämliche millitäriſche Ausſehen und ſchlu⸗ gen immer die Terz gerade in derſelben Art außerhalb der Deckung.“
„Was iſt aus Piccotin geworden?“ fragte der Major, „er verließ uns in Lyon.“
„Sie hörten alſo nie, was aus ihm geworden iſt?“
„Nein: wie es hieß, ging er zu den Jägern zu Fuß.“
„Ich kann es Ihnen ſagen,“ fuhr Fran ois fort, „Niemand weiß es beſſer. Ich trennte mich von Piccotin, als wir nach Aegypten beordert wurden. Wir thaten unſer Moͤglichſtes, um in der nämlichen Brigade angeſtellt zu werden, denn wir liebten uns wie Brüder, wir konnten es jedoch nicht durchſetzen, und ſo ſchieden wir mit ſchwerem Herzen; er kehrte nach Frankreich zurück, ich ſegelte nach Alerandrien ab. Dieß geſchah im Frühjahr 1798, oder, wie wir es nannten, im Jahre Sechs der Republik. Drei Jahre ſahen wir uns nicht; aber nach der Rückkehr der achten Halbbrigade aus Aegypten kamen wir nach Bayonne in Garniſon, und der erſte Mann, den ich auf den Wäl⸗ len erblickte, war Piecotin. Man konnte ihn nicht verken⸗ nen: Ihr kanntet die Art, wie er ging, mit langen Schrit⸗ ten, die Beine gewaltig in die Höhe hebend, ſeine Ellbo⸗ gen auswärts kehrend und den Kopf hin und her drehend, nur um zu ſehen, ob es irgend Jemand einfiel zu lächeln oder auch blos ihn ſcharf anzublicken. Ah! meiner Treu, der kleine Piccotin wußte ſolche Leute zu behandeln wie kein Anderer. Ich kann ihn noch immer vor mir ſehen, wie er mit leichten Schritten auf ſeinen Mann zuging, ſich verbeugte, ſeine Mütze abnahm und im ſanfteſten Tone ſagte:„„Mein Herr, ich bin verſichert, Ihr Anſtarren, und Ihre Grimaſſe galt nicht mir— ich muß mich gewiß geirrt haben; Sie ſind bloß ein Narr und haben nie im


