Teil eines Werkes 
4., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 10.-12. Bändchen (1845)
Entstehung
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dazu. Kamteraden, wir wollen ſeiner Beförderung zu Ehren eins trinken. 3

Einverſtanden, einverſtanden, riefen Alle zugleich, Francois wird uns eine Bowle Punſch machen.

Recht gerne, erwiderte der kleine Fechtmeiſter;ich bin überzeugt, der Herr Kapitän iſt mir um unſerer klei⸗ nen Affaire willen nicht böſe. Ich dächte nicht, fügte er hinzu und ergriff meine Hand mit ſeinen beiden:Meiner Treu! Sie haben mir meine Terz verdorben ich werde nie wieder ſein, was ich war. Nun, meine Herrn, geben Sie den Branntwein her und ſchicken Sie den, der am meiſten Kredit hat, in die Kantine um Zucker.

Während Francois das Getränk bereitete, erzählte mir Taſcher das elende Leben, welches er in Garniſonsſtäd⸗ ten geführt, bis der Beginn des Feldzuges ihn in den wirk⸗ lichen Dienſt beruſen habe.Es half nichts, daß ich die Kaiſerin bat, ſich für mich zu verwenden und meine Ver⸗ ſetzung zu einem andern Regiment auszuwirken; meine Eigenſchaft als Neffe Napoleons ſchien ein unüberſteigliches

Hinderniß jeder Befoͤrderung. Gerade jetzt hat mein

Oberſt mich dazu vorgeſchlagen, und ich wette mit Dir fünfzig Napoleons, ich werde übergangen werden.

Und was hat's zu bedeuten, wenn dieß der Fall iſt? ſagte ein rieſiger, finſter blickender Major neben ihm welch großes Unglück iſt es denn, mit zweiund⸗ zwanzig Jahren Küraſſierlieutenant zu ſein? Ich war zehn Jahre ſpäter noch Sergeant!

Ci der Teufel, rief ein Anderer,ich errang meine Epauletten bei Cairo, als von einem ganzen Regiment nur

drei Offiziere im Bericht als lebend aufgeführt wurden.

Gewiß, bemerkte Frenzois, indem er vom Citronen⸗ ausdrücken aufblickte ſtehe ich als Fechtmeiſter nach ſechsundzwanzig Dienſt ahren, und Davouſt dort, der mir nie Stand halten konnte, iſt Brigadegeneral.

Alle lachten laut über den Aerger des Meiſters Fran⸗ cois, der die Sache in vollem Ernſte nahm.