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„Halloh, Kamerad, trinken wir eins mit einander,“ rief eine Stimme heraus,„der Melnieker iſt gar nicht ſchlecht—
„Wenn man keinen Chambertin haben kann,“ fügte ein Anderer hinzu, und reichte mir einen Becher mit ro⸗ them Wein.
„Der Teufel ſoll mich holen, da iſt er ja ſelbſt,“ ſchrie ein Dritter.„Wie, Burke, mein alter Kamerad, kennſt Du Taſcher nicht mehr?“
„Was?“ ſagte ich hoͤchlich erſtaunt und muſterte ein ſchnurrbärtiges Geſicht nach dem andern, ohne daß ich im Stande war, meinen frühern Freund zu entdecken, während ſie laut und lange meine Verlegenheit belachten.
„Aus dem Weg da, Burſchen, aus dem Weg. Komm' Burke, hier iſt Dein Platz,“ ſagte er, ſtreckte ſeine Hand aus und zog mich zu ſich auf das Stroh nieder.„Alſo Du kannteſt mich nicht mehr?“
Wirklich hatte ſich auch ſein Ausſehen ſeit unſerer Trennung ſo ſehr geändert, daß meine Vergeßlichkeit leicht zu rechtfertigen war. Ein ſchwarzer, buſchiger Bart, den er nach Art der Küraſſiere um den Mund und weit am Backen hinauftrug, bedeckte faſt ſein Geſicht; auch war er größer und ſtärker geworden.
„Biſt Oberſt vom achten Regiment?“ begann er ſcherzend;„Du weißt, ich prophezeite es Dir auf die Zeit, da wir uns wieder treffen würden.“
„Noch nicht,“ bemerkte ein Huſarenoffizier uns gegen⸗ über,„allein wenn ich nicht irre, ſo iſt dieſer Herr auf dem Wege, es zu werden. Sind Sie nicht vor ungefähr einer halben Stunde vom Kaiſer ſelbſt zum Schwadrons⸗ chef ernannt worden?“
„Ja,“ erwiderte ich, und gab mir Mühe meine ſtolze Befriedigung nicht merken zu laſſen.
„Verdammt,“ rief Taſcher aus,„wie gut Du es immer triſſſt. Ich wünſche Dir von ganzem Herzen Glück
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