Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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den Zuhörern zu Herzen, ſie ſtanden wie ſtumm und regten ſich nicht vom Flecke⸗

Hier iſt nun der Moniteur, ſagte der Quartier⸗ meiſter, indem er die Zeitung entfaltete und laut vor⸗ zuleſen begann.

Auf ſeine oft wiederholten Verſicherungen, daß er keinen Verſuch gegen ſein Leben machen würde

Ein rauh ſchallendes Gelächter von George unter⸗ brach hier den Leſer.

Ich bitte Sie um Vergebung, mein Herr, ſagte er, an die Kappe rührend;fahren Sie fort; ich ver⸗ ſpreche, Sie nicht wieder zu unterbrechen.

Daß er keinen Verſuch gegen ſein Leben machen würde, erhielt Pichegru die Vergünſtigung, daß die Schildwachen bei Nacht außerhalb ſeiner Zelle poſtirt wurden. Nachdem er ſich mit einem Reisbündel aus einem Beſen verſehen hatte, das er unter ſeinem Bette verbarg, nahm er geſtern um eilf Uhr wie ge⸗ wöhnlich ſein Abendeſſen ein, hatte guten Appetit und begab ſich um zwölf Uhr zur Ruhe. Als er ſo allein war, ſteckte er das Reisholz in die Schlingen der ſchwarzen ſeidenen Halsbinde, die er gewöhnlich trug, um ſich deſſelben gleich eines Schraubenhebels zu be⸗ dienen, und nachdem er die Binde um ſeinen Hals mit ſolcher Gewalt zuſammengeſchnürt hatte, daß da⸗ durch die Rückkehr des Blutes aus dem Kopfe gehin⸗ dert wurde, kam ein Schlagfluß dazu und machte ſei⸗ nem Leben ein Ende.

Beim heiligen Ludwig! rief George,die Er⸗ klärung iſt bewunderungswürdig und zeigt vortrefflich, wie ein Mann noch lang genug leben kann, um ſich zu überzeugen, daß er ſich getödtet hat. Es fehlt wei⸗ ter nichts, als daß der General das Protokoll ſelbſt aufnehmen hilft, da ohne Zweifel ſeine eigenen Anſich⸗ ten über ſeinen Fall nicht weniger erbaulich und be⸗ Tom Burke. I. 15