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was begegnet ſei, war ein bedeutungsvoller Blick auf den Baum die einzige Antwort, die ich erhielt, während ich auf allen Geſichtern bemerkte, daß ihnen eine ſchreck⸗ liche Nachricht zugekommen war. Ich arbeitete mich mit Mühe durch das Gedränge und kam endlich nahe genug, um den Zettel leſen zu können, worauf mit großen Buchſtaben geſchrieben war:
„Karl Pichegru, Ex⸗General der Repu⸗
blik, hat ſich in ſeinem Gefängniß
erdroſſelt. Den 6. April. Im Tempel.“ „Und ſtarb Pichegru, der große Eroberer von Holland, durch ſeine eigene Hand?“ fragte ich, indeß elne Augen noch immer auf dem Unglücks⸗Zettel ruhten. „Können Sie nicht leſen, junger Mann?“ verſetzte eine tiefe, feierliche Stimme neben mir, die ich ſogleich
als die des Generals George ſelbſt erkannte.„Können Sie zweifeln an der ſtrengen Wahrheit einer von der
Polizei gegebenen Mittheilung?⸗ Die Umſtehenden blickten mit einem Ausdruck des
Schreckens und Entſetzens auf, gleich als hätten ſie gefürchtet, das bloße Anhören ſeiner Worte könnte ihnen
als Zuſtimmung ausgelegt werden.
„Glaubt mir, er iſt todt,“ fuhr er fort:„Diejeni⸗ gen, welche ſein Schickſal hier angekündigt, haben
Ürſache ſich darauf zu verlaſſen. Es bleibt nur noch übrig zu ſehen, wie er ſtarb: dieſe Gefängniß⸗Krank⸗
heiten haben ein ſeltſames Intereſſe für uns, die wir
in dem angeſteckten Klima leben; und wenn ich mich
nicht irre, ſo ſehe ich den Moniteur dort eine volle Stunde vor ſeiner gewöhnlichen Zeit. Sehen Sie,
meine Herren, welches Glück Sie genießen unter einer väterlichen Regierung, die in Augenblicken öffentlicher
Beängſtigung Mitgefühl ſür Ihr Elend zeigt und ſich
beeilt, es zu lindern.“ DDer ſarkaſtiſche Ton, in dem er ſprach— der ab⸗ gemeſſene Nachdruck, den er in jedes Wort legte, drang


