und Marie hier, ihre Thränen werden all' ihre Schminke verwiſchen.““„ 7 „„Und dieſer liebenswürdige Herr— was wird⸗ aus dem da werden?““ fragte er, ſie unterbrechend, während er ſeine Hand auf meine Schulter legte und ich zitternd wie ein Verbrecher neben ihm ſtand.“
„ Ach, das iſt Taſcher,““ ſagte ſie lachend; und da ſie wünſchte, ſich auf irgend eine Weiſe aus ihrer größeren Verlegenheit zu ziehen, ſo fuhr ſie ſort— „ Ihre Frage kommt gerade recht. Ich habe zu ſeinen Gunſten eine Bitte einzulegen: es iſt eine Stelle frei im achten— nicht wahr, Eduard, ſo iſt's?“„ Ich nickte ein wenig, denn wenn es mein Leben gegolten, ſo hätte ich kein Wort ſprechen können.„„Nun, ich meine, er war lange genug Unterlieutenant und in der In⸗ fanterie.“"
„„Können Sie gut reiten, Monſieur?““ ſagte er, zu mir gewendet, mit einem halben Zürnen auf ſeinem blaſſen Geſichte. t.
5„„Ja, General,““ verſetzte ich mit klopfendem erzen.
„„Gut, mein Herr, Sie ſollen angeſtellt werden, und in einem Dienſte, der, wenn ich nach Ihrem Anzug urtheilen darf, Ihres gegenwärtigen Geſchmackes wür⸗ dig iſt. Morgen geht eine Abtheilung Gefangener auf die Galeeren nach Breſt— Halten Sie ſich bereit, die Militäreskorte zu begleiten. Gehen Sie und berichten Sie es ſelbſt Ihrem Oberſt.“" Nachdem er geendigt hatte, winkte er mit der Hand, und wenn ich Ihnen ſagen kann, wie ich das Zimmer verließ, die Straße erreichte und hieher kam, ſo will ich mich hängen laſſen.“
„Und läßt ſich nichts mehr ändern? müſſen Sie wirklich gehen?“ fragte ich, den niedergeſchlagenen, kum⸗ mervollen Ausdruck des Jünglings bemitleidend.
„Ob ich gehen muß! ma foi! Sie kennen dieſen meinen theuern Onkel noch ſchlecht, wenn Sie fragen. Hat er einmal etwas im Kopfe, ſo hilſt kein Gegen⸗


