Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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„Was es gegeben hat!— genug, um Einen toll zu machen. Hör' nur. Sie wiſſen, wie vernarrt ich in Paris bin und wie natürlich ich wünſchen muß, den Tuilerien nahe zu ſein, wo ich entrée zu den Soireen meiner Tante habe. Gut. Da wurde geſtern im 8. Huſarenregiment, ein Corps, das immer hier oder in Verſailles liegt, eine Stelle frei— und da ich am liebſten unter die Cavallerie trete, ſo erſuchte ich Ma⸗ dame Buonaparte, ſich zu meinen Gunſten zu verwen⸗ den. Natürlich verſprach ſie's. Der General ſollte bei ihr frühſtücken, und bei dieſer Gelegenheit wollte ſie ihr Geſuch vorbringen. Ich hatte keinen Zweifel über den Erfolg. In der That ſagte ich es zweien oder dreien meiner Freunde und nahmwirklich ihre Glückwünſche in Empfang. Es ſiel jedoch ſo aus, daß er weder zum Frühſtück noch zum Mittageſſen kamz— man kann aus dieſem Manne nicht klug werden— ſondern, was den⸗ ken Sie, dieſen Abend trat er ein, gerade als wir uns anſchickten, ein Sprüchwort in Scene zu ſetzen. Das war ein Auftritt! Niemand hatte ihn erwartet. Die meiſten von uns waren ſo und ſo verkleidet; und ich, ma foi! lächerlich genug, war als Galeerenſklave ko⸗ ſtümirt. Er ſtand ein paar Sekunden mit gekreuzten Armen unter der Thüre, und ſeine ſtrengen Augen ſtreif⸗ ten über das ganze Zimmer. Da war keine Seele, die

ſich nicht meilenweit entfernt gewünſcht hätte: ſogar meine Tante ſchien ganz verwirrt, und wurde roth und blaß und wieder roth.“

„Ha!““ rief er endlich mit ſeiner trockenen, kurzen Stimme.„Vergebung, meine Damen und Herren, ich

habe mich verirrt— ich glaubte in dem Pallaſt der Tuilerien zu ſein und finde, dieß iſt Porte St. Martin.“„ „„Fi donc, Bonaparte,““ rief meine Tante, errö⸗ thend, während ſie mit dem ſüßeſten Lächeln ihn wieder in gute Laune zu bringen ſuchte.„„Sehen Sie nur, wie Sie Frau von Narbonne erſchreckt haben— ſie wird nimmer im Stande ſein, die Müllerin zu ſpielenz