Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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chen Vergnügungen Theil nahm, beſaß der Zirkel Jo⸗ ſephinens ganz andere Reize; dort führte unter ihren vertrauten Freunden aller Zauber franzöſiſcher Geſell⸗ ſchaft das Szepter; jeder Abend ſah die witzigſten und gebildetſten Perſonen des Tages um ſie verſammelt; die munteren und geiſtreichen Köpfe, die in der Pariſer Geſellſchaft mit ſo viel Einfluß den Ton angaben; die ſchönſten Frauen und die ausgezeichnetſten unter den damaligen literateurs fanden offenen Zutritt zu einer Dame, deren eigene Anmuth einen unauslöſchlichen Eindruck auf manche machte, die noch jetzt ſich jene ge⸗ nußreichen Stunden ins Gedächtniß rufen können. Dieß waren, in Kurzem, die hervorſtechenden Züge des da⸗ maligen Tuilerien⸗Hofes; und ſolcher Art waren die Keime jener neuen Ordnung der Dinge, die ſo bald über das erſtaunte Europa anbrach unter dem ſtolzen Titel des Kaiſerreichs.

Fünftes Kapitel. Eine Ueberraſchung.

Eines Abends ſaß ich allein in meinem Zimmer, ein offener Band lag vor mir, und ich bildete mir ein, darin zu leſen, während meine Gedanken ganz wo an⸗ ders waren, als plötzlich mein Kamerad Taſcher ein⸗ trat, und, in einen Seſſel ſich werfend, in einem Tone leidenſchaftlicher Ungeduld ausrief—.

„Pardieu! Das iſt eine hübſche Sache, ein Neffe des erſten Mannes in Frankreich zu ſein!“

„Was hat's gegeben? fragte ich, als ich bemerkte, daß er inne hielt, ohne ſich weiter zu erklären.

Tom Burke. II. 5