Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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mehr und mehr den hohen und feinen Zirkeln der Vor⸗ ſtadt St. Germain zu. Die Gewandtheit und Feinheit Talleyrand's, das ritterliche und hofmäßige Benehmen des Grafen von Narbonne und die anmuthigen Ma⸗ nieren Segur's bildeten einen zu ſcharfen Contraſt ge⸗ gen die ſoldatiſche Rauheit der neu beförderten Ge⸗ nerale, um nicht einen tiefen Eindruck zu machen auf einen, der in den wichtigſten Angelegenheiten des Le⸗ bens die geringfügigſten Umſtände in Rechnung ziehen konnte.

Dieſe ſchon unter den Männern ſo auffallende Un⸗ gleichheit war es noch mehr bei den Damen am Hofe, indem wenige von den neu erhobenen Takt genug hatten, die feinen Sitten des alten Adels mit Glück nachzuahmen, oder Entſchloſſenheit genug, ihre bishe⸗ rigen Gewohnheiten, ohne Erröthen über ihren Man⸗ gel an Erziehung beizubehalten.

Wenn ich mir hier eine kleine Abſchweifung er⸗ laubt habe, ſo geſchah es nur, um im Vorübergehen einige von den Zügen jener Zeit mitzutheilen, die eine der merkwürdigſten in der neueren Geſchichte Europa's iſt, und die vielleicht manchem weit ſehenden Auge die ſchleunige Rückkehr zu jenen monarchiſchen Inſtitutionen verrieth, deren Entwurzlung das beſte Blut Frankreichs und die ſchrecklichſte Revolution gekoſtet hatte, welche die Welt je geſehen.

Und jetzt, wenn wir zurückblicken auf die große Laufbahn jenes großen Mannes, kann vielleicht kein Theil ſeiner Geſchichte etwas darbieten, das mit dem Glanze des Conſulats zu vergleichen wäre: eine lange Folge von Siegen— die Beute von halb Europa— Ruhm in Hülle und Fülle hatte die Nation berauſcht — ein in jedem Elemente des Wohlſtandes blühendes Land— die geſellſchaftliche Ordnung wieder hergeſtellt

— eine hohe Stellung unter den Nationen rings herum — und Alles erreicht, was dem Nationalſtolz ſchmei⸗