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Cavallerie⸗Eskorte die Allee heraufkommen, und wir ſahen die wehenden Federn und glänzenden Uniformen eines Generalſtabs, der in ſchnellem Trott heran ritt. Jetzt rollten die Trommeln längs der Linien, wir ſchulterten das Gewehr— die glänzende Gruppe ritt in den Hof und ſtellte ſich uns gegenüber auf. Alle Augen waren auf den General ſelbſt geheftet, das vollkommene beau ideal eines alten Soldaten. Er ſaß auf ſeinem Pferd ſo feſt und anmuthig, wie der jüngſte Adjutant ſeines Gefolges; ſein langes, weißes, hinten in einen Zopf geflochtenes Haar, war von ſei⸗ ner breiten Stirne zurückgekämmt; ſein klares, blaues Auge, mild und doch entſchloſſen, überblickte unſere Reihen, und als er ſich gegen den Hauptlehrer ver⸗ beugte, war ſeine ganze Haltung würdig des Hofes, an dem er einſt ein glänzendes Mitglied geweſen war.
„Ich habe meine jungen Freunde lange auf mich warten laſſen,“ ſagte er mit leiſer, aber deutlicher Stimme,„und die einzige amende, die ich dafür ge⸗ ben kann, iſt eine kurze Inſpektion. Dorſenne, wollen Sie das Commando übernehmen?“
Ich fuhr auf bei dieſem Namen, ſah mich um, und ganz in der Nähe ſtand derſelbe Offizier, der mich am Tage meiner Landung in Frankreich ſo gütig em⸗ pfangen hatte; ob er gleich mich anſah, ſo bemerkte ich doch, daß er ſich meiner nicht mehr erinnerte, und mein Muth ſank wieder bei dem Gedanken, wie ganz freundlos und verlaſſen ich da ſtand. 8
Der General hielt Wort, indem er die Inſpektion ſo kurz als möglich machte; er ritt langſam die Rei⸗ hen entlang, von Zeit zu Zeit anhaltend, um ſeine Zufriedenheit auszudrücken, oder irgend ein Wort der Ermuthigung oder des Rathes fallen zu laſſen, das wir mit Begierde und Freude aufgriffen. Er befahl ſeinem Adjutanten, einige der gewöhnlichen Parade⸗ Manöver mit uns vorzunehmen, die wir ſo vollkom⸗ men verſtanden, wie die beſtgeübten Truppen. Wäh⸗


