Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 4. bis 6. Bändchen (1845)
Entstehung
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4 rend dieſer ganzen Zeit hatte die Damengruppe ihren Standpunkt beibehalten und ſchien die Muſterung mit allem Intereſſe zu beobachten. Auch der General be⸗ gab ſich zu der Geſellſchaft und ſchien von Zeit zu Zeit eine beabſichtigte Bewegung zu erklären und ihre Aufmerkſamkeit auf das Schauſpiel zu lenken.

„Laſſen Sie ſie in Parade aufmarſchiren,“ ſagte er endlich,„die armen Jungen haben jetzt genug; ich darf ihnen nicht den ganzen Feiertag verderben.“

Einſtimmiger Jubel war die Antwort auf dieſe gütige Rede, wir bildeten uns in Sektionen und mar⸗ ſchirten im Geſchwindſchritt an ihm vorüber. Der chef d'école hatte ſich jetzt dem Stab genähert und erſtattete ſeinen Bericht über die Knaben, als der Ge⸗ neral ihn unterbrach:

„Madame hat ihren Wunſch ausgedrückt, dem ge⸗ wöhnlichen Treiben der Schüler in ihrer Spielſtunde zuzuſehen. Wenn die Bitte geſtattet iſt——

„Gewiß, mein General, natürlich,“ ſagte er, trat dann vor, rief einem Tambour und flüſterte etwas. Gleich darauf ſchlug der Zapfenſtreich und plötzlich veränderte ſich die Scene wie durch einen Zauber⸗ ſchlag: jeder ſprang aus Reihe und Glied, Kappen flogen in die Luft und aus jedem Winkel des Hofes erſchollen Vivats..

Der plötzliche Uebergang von Disciplin zu voll⸗ ſtändiger Freiheit erhöhte unſere Aufregung und wir wurden halb wild vor Luſt. Nachdem der erſte tolle Ausbruch der Freude vorüber war, kehrten wir gleich⸗ ſam inſtinktmäßig zu unſern gewöhnlichen Beſchäfti⸗ gungen zurück— hier ſammelte ſich eine Gruppe zu einer Waffenübung, Offiziere, von Sergeanten unter⸗ ſtützt, ordneten ihre Mannſchaft; Andere, mit Spaten und Schaufeln bewaffnet, warfen eine Schanze auf, während Einige Staketen und Palliſaden in den Bo⸗ den trieben; eine andere Gruppe, friedlicher in ihrem Thun, hatte ſich in ihre kleinen Gärten zurückgezogen,