„Nichts als dieſe Briefe,“ ſagte ich, indem ich ihm die Schreiben De Mendons übergab.
Kaum hatte er einen Blick über ſie geworfen, als ſich ſeine Farbe erhöhte und ſeine Wange zitterte.
„Was,“ rief er,„Sie find derſelbe junge Irländer, von dem hier die Rede iſt? der treue Gefährte und Freund des armen Charles? Er war mein Schulka⸗ merad: wir waren mit einander in Brienne. Was hätte ich beinahe für einen Fehler gemacht! Wie find Sie gekommen und wann?“
Bevor ich eine ſeiner Fragen beantworten konnte, trat der Schiffsoffizier, den ich im Hafen getroffen hatte, ein und erſtattete Bericht.—
„Ja, ja; das kenne ich Alles,“ ſagte Dorſenne, eilig denſelben überblickend.„Es iſt Alles richtig, voll⸗ kommen richtig, Brevix. Kapitän Antoine ſoll im Hauptquartier verhört werden. Ich will für dieſen Herrn da ſorgen; und um anzufangen,— kommen Sie und eſſen Sie mit uns zu Abend.“ 4
Er warf vertraulich ſeinen Arm auf meine Schul⸗ ter und führte mich in das anſtoßende Zimmer, wo zwei andere Offtziere an einer Tafel ſaßen, die mit Silbergeſchirr und zahlreichen Weinflaſchen bedeckt war. Mit wenigen Worten war ich eingeführt, und einige Gläſer Champagner ſtimmten mich ſo wohlgemuth, als hätte ich mein Leben unter ihnen zugebracht und nie
eine andere Unterbaltung gehört, als über die letzte
Bewegung der franzöſiſchen Armee und die künftigen Feldzugsplane.
„Und ſo,“ ſagte der Oberſt, nachdem ich einen kurzen Bericht über die Ereigniſſe gegeben, die mich beſtimmt hatten, meine Blicke auf Frankreich zu werfen, „und ſo wollen Sie Soldat werden?— Eh bien, ich wußte ſelbſt nichts Beſſeres. Hier iſt Davernac, der wird Ihnen das Gleiche ſagen, obſchon er im Dienſt ſeinen Arm verloren.“—
„Oui pardieu,“ ſagte der Offizier zu meiner


