welche die Wände des Vorzimmers zierten: rings her⸗ um auf jeder Seite waren trophäen⸗artig Waffen von allen verſchiedenen Gattungen gruppirt, mit einem Sinnſpruch auf den eigenthümlichen Charakter einer jeden, oder auch mit der bloßen Erwähnung einer be⸗ rühmten Schlacht, wo ſich die eine oder die andere be⸗ ſonders hervorgethan hatte. Hier waren die langen, ge⸗ raden Kuiraſſier⸗Säbel über die ſtählerne Bruſt⸗Platte gekreuzt, und darüber hing der ſchwere, halb in Leo⸗ parden⸗Fell gehüllte Helm mit dem faſt verwiſchten Worte Arcole über dem Schilde; da war die kurze Stutzbüchſe des Voltigeurs, worüber die rothe Kappe mit den luſtigen goldenen Quaſten und dem in golde⸗ nen Buchſtaben geſtickten Motto en avant hing; die lange und ſchlanke Waffe des Lanciers, der krumme Säbel des Chasseur-à-cheval; nicht einmal die Art des Pioniers fehlte; kurz überall ſtieß das Auge auf irgend ein Waffenmuſter jener ungeheuren Heeresmacht, die den ſtolzen Namen La grand armée trug.
Ich war tief in die Betrachtung dieſer Gegenſtände verſunken, als ſich die Thüre öffnete und ein Offizier in voller Uniform erſchien; er hatte mehr als mittlere Größe, war ſtark und vierſchrötig gebaut, und ſeine ebernen Züge und hohe, kühne Stirne gaben ihm ein ſoldatenmäßiges Anſehen.
„Ihr Name, Sir,“ ſagte er raſch, indem er vor mich trat und mir ſtreng ins Geſicht ſah.
„Burke, Tyomas Burke.“
„Schreiben Sie, Auguſt,“ ſagte er zu einem jün⸗
gern Offizier, der mit der Feder in der Hand hinter
ihm ſtand. „Ihr Rang oder Profeſſion?“ „Gentilhomme,“ ſagte ich, nicht wiſſend, daß das
Vort Adel bedeute.
„Ah pardieu,“ rief er, indem er grinſend ſeine weißen Zähne zeigte.„Haben Sie Papiere?“


