12 3 „Und was waren das für Mittel?“ unterbrach er
aſtig.. 3
„Einige Briefe, die mir der arme Kapitän de Meu⸗
von gab,“ ſagte ich, indem ich ſo wohlgemuth als
möglich zu ſcheinen ſuchte. Darby bückte ſich, als ich
ſprach, riß das Futter ſeines Mantels aus einander,
nahm ein kleines mit einer Schnur umbundenes Packet heraus und ſagte:
„Meint Ihr vielleicht dieſe 2“.
Ich öffnete das Päckchen mit zitternder Hand und entdeckte zu meiner unausſprechlichen Freude Charles Brief an den Chef der Militärſchule, nebſt einem Cre⸗
ditbriefe und zwei Wechſeln an ſeinen Banquier. Das Schreiben an ſeine Schweſter war jedoch nicht dabei. 1.Mie kamet ihr dazu, Darby?“ fragte ich be⸗ gierig.. 3 1 „Ich fand ſie auf der Straße, wo Barton denſel⸗ ben Abend ritt, an dem Ihr den Yeomen entwiſchtet
— Ihr erinnert Euch, ſie wurden bald vermißt und
eine Ordonnanz wurde zurück geſchickt, ſie zu ſuchen.
Seitdem habe ich ſie bei mir behalten und erſt geſtern
fiel es mir ein, ſie Euch zu bringen, in der Meinung,
Ihr könntet vielleicht eiwas darüber wiſſen.“
„Hier iſt ein Flecken,“ ſagte ich, das Papier in mmaeiner Hand betrachtend— nes ſieht wie Blut aus.“ „Wenn es Blut iſt, ſo iſt es meines,“ ſagte Darby verdrießlich und fuhr nach einer Pauſe ſort,„der Sol⸗ dat galoppirte in derſelben Minute daher, wo ich mich nach den Papieren bückte; er rief mir zu, ſie ihm zu geben, aber ich that, als hörte ich nichts und ſah mich nach einem Orte um, wohin ſein Pferd mir nicht fol⸗
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gen konnte; aber er ſah, worauf ich aus war, im glei⸗ chen Augenblick drang ſein Säbel in meine Schulter und das Blut rann heiß meinen Arm hinunter— ich 3 fiel auf meine Kniee, nahm aber zugleich dies Ding, — hiier zog er eine langläufige, verroſtete Piſtole her⸗ vor—„und ſchoß ihm durch den Hals.“ 4


