Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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Gefährten mit der gehörigen Beſchränkung würden aufgenommen werden.

Es gibt vielleicht keine Art von Geſellſchaft, die für einen jungen ins Leben tretenden Mann ſo bezau⸗ bernd iſt, als die eines Regimentstiſches. Die leichte gebildete Zutraulichkeit, die nie in ungebührliches Sich⸗ gemein⸗machen ausartet der gutartige, neckende Scherz, der nie an Rohheit oder Härte grenzt die glückliche Miſchung der Weisheit der Alten mit der Schnellkraft der Jungen ſind lauter ſehr anziehende Züge des geſelligen Verkehrs, ſelbſt abgeſehen von dem ſtärkeren Intereſſe, das die Geſellſchaft von Männern begleitet, die ſich den Waffen gewidmet haben. Dieſes fühlte ich, und ich genoß es mit um ſo mehr Vergnü⸗ gen, weil ich keine Spur von jener heftigen Partei⸗ wuth vorfand, welche, wie man mich glauden gemacht hatte, das hervorſtechen ſte Merkmal des royaliſtiſchen Soldaten ſei. Wenn zufällig eine Anſpielung auf die damaligen Unruhen gemacht wurde, ſo geſchah es ſtets mehr in einem Tone der Achtung für ſehlerhafte und mißleitete politiſche Anſichten, als in hartem Tadel der Illoyalität und des Aufruhrs; und wenn ich die lei⸗ denſchaftloſen Meinungen und die milden Rathſchläge dieſer Männer hörte, die ich ſtets für wahre Tyrannen und Unterdrücker gehalten hatte, konnte ich kaum mei⸗ nen eigenen Sinnen trauen, ſo ganz entgegengeſetzt waren meine Erfahrungen. Nur Einer von der Geſell⸗

ſchaft gab eine ganz andere Gefinnung kund. Er war.

ein blaſſer, hagerer, ziemlich ſchöner Mann von etwa 25 Jahren, der neulich von einem Dragoner⸗Regiment zu ihnen gekommen war, und durch verſchiedene kleine Winke ſtets zu verſtehen gab, wie ſehr er die Kavalerie vorziehe, und wie ſehr er ſich wieder unter dieſelbe zurückſehne.

Kapitän Montague Crofts war in der That die

einzige Ausnahme, die ich unter den faſt brüderlichen Gefinnungen, die im 45ſten Regimente herrſchten, be⸗