en ſeiner Mitoffiziere zu fügen, hielt er ſich ſorgfältig eerne von ihnen. Sein Aufenthalt unter dem Regiment als eine Probezeit betrachtend, ſchien er entſchloſſen, keine Freundſchaften zu ſchließen, ſondern geduldig die Zeit abzuwarten, wo er das Corps verlaſſen und ſich n⸗ einer Geſellſchaft unter ſeiner Würde emanzipiren önnte. 4
Kopf, das gleichgültige Stillſchweigen, womit er die Worte Bubbletons anhörte, der mich ihm vorſtellte, bildeten einen ſtarken Contraſt gegen die warme Herz⸗ lichkeit der andern; und obgleich damals wenig heneigt, irgend Jemandes Benehmen zu kritiſiren, fühlte ich vom erſten Augenblicke an zu Kapitän Crofts einen Wider⸗ willen, der mit jeder in ſeiner Geſellſchaft zugebrachten Minute ſtieg. Die erſte Gelegenheit, die mir dieſen Unmuth einflößte, bot ſich dar, als Bubbleton— deſſen geſchichtliche Genauigkeit oder blinde Anhänglichkeit an das Thatſächliche Niemand im Corps zu bezweifeln ſich einfallen ließ— einige ſeiner unglaublichen Abenteuer erzählte, Crofts aber, weit entfernt die harmloſe Lu⸗ ſtigkeit, welche ſolche Erzählungen erzeugten, zu theilen, fich ein beſtändiges Vergnügen daraus machte, dem würdigen Kapitän Kreuz⸗ und Querfragen zu ſtellen, Widerſprüche nachzuweiſen und ihm hundert Poſſen zu ſpielen, was Alles in einer Gerichtsſtube für ſcharf und witzig gelten mag, in einer Geſellſchaft aber geradezu Rohheit iſt. Bubbleton freilich ſah in all dieſen Ein⸗ wendungen nichts als das natürliche Intereſſe eines guten Zuhörers; aber nicht ſo die Andern, und es war mir ganz klar, daß, während der Eine der größte Lieb⸗ ling im Regimente war, der Andere keinen einzigen Freund darin hatte. Gegen mich bewies Crofts die vollkommenſte Gleichgültigkeit— indem er ſich nicht einmal in eine Unterhaltung miſchte, woran ich Theil nahm. Er kehrte ſelten ſeinen Kopf nach der Seite
merkte. Anſtatt ſich in die Gewohnheiten und Meinun⸗
Der kalte, abſtoßende, ſteife Blick, der unbewegliche


