Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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darf ich ihn nicht für den meinigen ausgeben; aber Miß Nelly, denke ich, Tom

Mr. Baſſet weiß wohl, unterbrach ich,daß ich nur wünſche, frei und ungebunden zu ſein; daß ich Alles, was ich nur von meiner Familie haben kann, gerne hergebe, um dieſen Zweck zu erreichen, wenn ich nur nicht gleich mit Betteln anfangen muß. daß ich beabſichtige, Irland auf der Stelle zu verlaſſen. Wenn er alſo einen Vergleich mit mir eingehen will, ſo mag es auf der Stelle geſchehen. Ich habe keinen Wunſch, keine Macht, ihn, im Falle er ſich weigert, durch eine Drohung zu ſchrecken; aber ich hoffe, er werde dieſen Gefallen einem Menſchen thun, an deſſen gegenwärtiger Armuth und troſtloſer Lage er nicht ganz unſchuldig iſt.

Da, da, das iſt teufliſch gut geſagt; das ganze Ding ſteht klar vor mir. So kommen Sie, Baſſet, Sie und ich, wir beide wollen Alles in Ordnung brin⸗ gen. Haben Sie ein Privatzimmer, wo wir fünf Mi⸗ nuten mit einander ſchwatzen können? Tom, warten Sie hier auf mich. 8

Bevor Einer von uns einwilligen oder widerſpre⸗ chen konnte, hatte er Baſſet's Arm ergriffen und führte ihn die Stiege hinunter, während ich, von widerſtreiten⸗ den Entſchlüſſen hin und her getrieben, mich niederſetzte, um über mein Schickſal nachzudenken.

Des Wartens endlich müde und halb vermuthend, mein flüchtiger Freund habe mich vergeſſen, ſtieg ich hinab ins Zimmer, um etwas von der obſchwebenden Unterhandlung zu hören. Oben an einem langen, ſchmalen Tiſche ſaß meine ſchöne Bekanntſchaft, Miß Nelly, ihr Haar auf beiden Seiten ihres niedlichen Ge⸗ ſichtes, das jetzt einen faſt quäkeriſchſittſamen Ausdruck hatte, ſehr beſcheiden geflochten. Sie war emſig be⸗ ſchäftigt, unter drei blaſſe, rothäugige, abgemagerte Burſche, deren abgetragene, fadenſcheinige Kleider ſie als des Anwalts Schreiber bezeichneten, Thee auszu⸗ theilen: ein kleiner Teufel, eine Art Embryo von einem

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