Teil eines Werkes 
2., Tom Burke : ein Roman aus der napoleon'schen Zeit : 1. bis 3. Bändchen (1845)
Entstehung
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aber ich wagte noch inmer nicht, mich zu regen, ob ich gleich fortwährend mich ſehnte, mich dem Betie zu nähern. Da drangen ein ſchwacher Seufzer und einige gemurmelte Worte in mein Ohr, und ich horchte. Es war mein Vater; aber die Töne waren ſo undeutlich, daß ſie mehr den Irrreden eines Traumes glichen. Ich ſchlich leiſe auf der Fußſpitze an das Bett, zog den Vorhang ſachte hinweg und ſtarrte hinein. Er lag auf dem Rücken, Hände und Arme außerhalb der Decke. Sein Bart war ſo lang gewachſen und er ſelbſt ſo eingefallen, daß ich ihn kaum mehr erkennen konnte. Seine Augen ſtanden weit offen, aber auf den Betthimmel gerichtet; ſeine Lippen bewegten ſich ſchnell, und nach ſeinen eng geſchloſſenen Händen vermuthete ich, daß er betete. Ich lehnte mich über ihn und legte meine Hand in ſeine. Einige Zeit lang ſchien er es nicht zu bemerken, endlich aber drückte er ſie ſanft und mit den Fingern auf und ab ſtreichelnd, ſprach er mit dumpfer, ſchwacher Stimme

Iſt dieß Deine Hand, mein Zunge?

Mir war, als ginge mein Herz in Stücke; in einem Strom von Thränen bog ich mich über ihn und küßte ihn.

Ich kann nicht recht ſehen, mein Lieber es iſt etwas zwiſchen mir und dem Licht, und ein Gewicht iſt auf mir hier hier

Ddiieſen Worten folgte ein ſchwerer Seufzer und ein Schauder, der ſeinen ganzen Körper ſchüttelte.

Sie ſagten mir, ich würde Dich nicht mehr ſehen, ſorach er, indem ein krankhaftes Lächeln um ſeinen Mund ſpielteaber ich wußte, Du würdeſt kommen und Dich zu mir her ſetzen. Es iſt troſtlos, in ſolch⸗ einer Stunde keinen von den Seinigen um ſich zu ha⸗ ben. Weine nicht, mein Lieber mein eigenes Herz iſt nahe am Brechen.

Hierauf folgte ein gebrochenes Murmeln und dann fuhr er mit lauter Stimme fort: