Teil eines Werkes 
14. bis 18. Bändchen (Schluß) (1846)
Entstehung
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in Einſamkeit und Ruhe begraben zu können und ſo öffnete ich denn die erſte Thüre, die ich ſah, warf mich⸗ da das Zimmer leer war, auf einen Sopha und bedeckte mein Geſicht mit beiden Händen. O wie oft war das Gaukelbild Glück dicht an mir vorübergeſchwebt und ich hatte es nicht mit den Händen erfaſſen können! Wie oft hatte ich das Ziel meines Sehnens vor mir geſehen und im nächſten Augenblick grinste mir die öde Wirk⸗ lichkeit meines Unſterns entgegen.

O Lucy! Lucy! rief ich laut,wäreſt Du nicht geweſen und hätteſt Du nicht ein paar flüchtige Worte geſprochen, ſo hätte ich nie dieſen Pfad des Ehrgeizes betreten, an deſſen Ziel doch mein ganzes Glück geſchei⸗ tert iſt. Ohne Dich hätte ich nie ſo zärtlich geliebt; hätte nie mein Herz mit einem einzigen Bilde erfüllt, das jeden andern Gedanken ausſchloß und nur allein Glück gewähren kann. Ja, Luey, ohne Dich wäre ich ruhig den Strom des Lebens hinab gegangen, ohne an⸗ dern Kummer und andere Sorgen, außer den flüchtigen, gewöhnlichen Leiden des Erdenlebens. Ja, vielleicht wäre ich geliebt und zärtlich gehegt worden von einer Frau, die es für keine Erniedrigung gehalten hätte, ihr Geſchick mit dem meinigen zu verbinden. Ohne Dich wäre ich nie

Soldat geworden? flüſterte eine ſanfte Stimme und eine leichte Hand berührte meine Schulter.Ich war gekommen, fuhr ſie fort, um Ihnen für ein Ge⸗ ſchenk zu danken, das keine Dankbarkeit vergelten kann, für das Leben meines Vaters; aber wahrhaftig ſolche Worte erwartete ich nicht von Ihnen zu hören, und nach⸗ dem ich ſie gehört habe, kann ich ihre Gerechtigkeit nicht zugeben. Nein, Mr. O'Malley, ſo innig ich Ihnen für den Dienſt danke, den Sie mir ſelbſt einſt erwieſen haben, ſo herzlich ich mich durch alle Bande der Er⸗ kenntlichkeit für den noch größern Dienſt gegen meinen Vater Ihnen verpflichtet fühle, ſo behaupte ich doch, daß

Lever, O'Malley. IV. 22