Teil eines Werkes 
14. bis 18. Bändchen (Schluß) (1846)
Entstehung
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ich haͤtte dann meine kleine Schuld ebenſo gewiß Ihren Erben bezahlt.“

„Eben ſo gewiß, daran zweifle ich nicht, Maſor. Aber um's Himmelswillen wie ſind Sie zu der Beute gekommen, von der Sie ſo eben ſprachen?“

„Ei, die habe ich aus des Kaiſers Kutſche geholt, mein Junge. Während der Herzog den ganzen Tag über Neys Kolonne beobachtete und ſich nach den Preußen beinahe die Augen ausſah, ſaß ich an einem Fenſter des alten Pachthauſes dort und verwandte keinen Blick von dem Garten von Planchenoit. Ich ſah dort am Morgen den kaiſerlichen Wagen,— Mittags war er auch noch da, und erſt nach ſieben Uhr Abends ſpannte man die Pferde an. Die Straßen waren ſchlecht und das Gedränge groß. Ich ſah alſo, daß die Bewegung nicht allzuraſch werden konnte und mit vier Enniskillenern griff ich ihn entſchloſſen an. Die Preußen hatten jedoch einen Vorſprung, und wenn ſie mich nicht wegen meines ſchönen Sitzes zu Pferde und meines Generalsausſehens wenigſtens für Lord Urbridge gehalten hätten, ſo hätte ich mich wahrſcheinlich mit dem Antheil eines jüngern Sohnes begnügen müſſen Nun aber kam ich zuerſt hin⸗ ein, füllte meine Taſchen mit einigen kleinen Souvenirs an den Kaiſer, griff nur nach dem, was am ſchnellſten zu erlangen war und kam noch ſchnell genug heraus, um nicht erſchoſſen zu werden; denn zwei Blücher'ſche Huſaren, die mich für den Kaiſer anſahen, feuerten durch das Fenſter auf mich.“

„Nun, da ſind Sie noch gut davon gekommen.“

„Ja, nicht wahr? Glücklicherweiſe ſahen meine En⸗ niskillener die ganze Geſchichte und können ſie bezeugen, denn ich gedenke einen Jahresgehalt für dieſe That zu verlangen. Aber hören Sie, Charley, ſagen Sie nichts von dem Kaffeetopf oder Meſſern. Sie wiſſen, der Her⸗ zog hat über ſolche Dinge ganz kurioſe Anſichten. Aber iſt das nicht Ihr Burſche dort, der ſo unſinnig heran⸗ rennt und um ſich ſchlägt?“