die mir unter den Händen über Gebühr angewachſen iſt. Es ſoll dies jedoch mein letztes Vergehen und meine letzte Entſchuldigung ſeyn, denn meine Geſchichte iſt dem⸗ nächſt zu Ende..
Nach einem unſtäten planloſen Umherſtreifen erreichte ich endlich die Straße nach Charleroi, welche jetzt mit Wagen und Karren bedeckt war, die Verwundete nach Brüſſel führten. Hier vernahm ich zum erſtenmal, daß wir die Schlacht gewonnen hatten, daß die franzöſiſche Armee vernichtet, der Kaiſer für immer geſtürzt war. Auf dem Pachthof Mont⸗Saint⸗Jean traf ich eine An⸗ zahl Offtziere, die ihrer Wunden wegen nicht hatten weiter ziehen können. Einer von ihnen, den ich etwas kannte, ſagte mir, General Daſhwood habe den größeren Theil der Nacht auf dem Felde zugebracht, um mich zu ſuchen und mein Bedienter Mickey befinde ſich ob meiner Abweſenheit in einem Zuſtand von Betrübniß, der an Wahnſinn grenze. Während er noch ſprach, machte ein ſchallendes Gelächter und die Töne einer wohlbekannten Stimme meine Aufmerkſamkeit rege.
„In der That, habis nicht übel getroffen; ein Käſt⸗ chen, freilich nicht von Gold, aber doch von Silber und mit Gold eingelegt. Ein Dutzend Meſſer mit Blutſtein⸗ heften und ein Kaffeetopf mit dem kaiſerlichen Wappen — von dreihundert Napoleons in einer grünen ſeidenen Börſe gar nicht zu ſprechen. Himmel, wie gemahnt mich das wieder an die Halbinſel! Dieſe Preußen ſind rohe Barbaren,— haben gar keinen Begriff von eivili⸗ ſirter Kriegführung. Soll mich dieſer und jener, meine Burſche von der Legion hätten die Kutſche von oben bis unten ausgeplündert in der halben Zeit, welche ſie brauchten um den Kutſcher niederzuhauen.“
„Der Major,“ rief ich,„ſo wahr ich lebe. Wie gehts, Major?“
„He, Charley, wann ſind Sie wieder auferſtanden? Freut mich unendlich Sie zu ſehen. Man ſagte mir, Sie ſeyen übel verwundet, oder todt, oder ſo etwas;


