Teil eines Werkes 
14. bis 18. Bändchen (Schluß) (1846)
Entstehung
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giment zurückgezogen, welches ſelbſt ſich kaum in Vier⸗ ecke hatte formiren können, als Milhauds Küraſſiere mit ihren furchtbar langen, geraden Säbeln einzuhauen be⸗ gannen. Eine Linie unpaſſirbarer Bajonette, lebendige, ſpaniſche Reiter, gebildet aus dem beſten Blute Groß⸗ britaniens, ſtand feſt und bewegungslos vor dem An⸗ prall; die franzöſtſchen Kartätſchen wütheten unbarm⸗ herzig unter den Reihen, aber die Lücken wurden wie mit einem Zauberſchlag wieder ausgefüllt, und vergebens ſprengten die kühnen Reiter Galliens um die ſtarrenden Linien herum. Endlich erſcholl das Kommandowort Feuer in die Vierecke, und da die Kugeln auf Piſtolen⸗ ſchußweite abgefeuert waren, ſo bot der Küraß keinen Schutz gegen die mörderiſche Salve; Mann und Roß ſtürzten über einander. Jetzt kamen noch unſere Reiter, die ſich kühn auf den Feind warfen, aber von der Ue⸗ bermacht zurückgetrieben wurden, worauf unſere uner⸗ ſchütterliche Infanterie immer wieder neue Angriffe zu beſtehen hatte.

„Die Kolonne dort wankt; warum kommen die Schwadronen nicht zu Hülfe?“ fragte der Herzog, auf ein belgiſches Regiment leichter Dragoner deutend, das in derſelben Brigade mit dem 7ten Huſarenregiment ſtand.

„Der Oberſt weigert ſich, ſeine leichte Reiterei Küraſſieren entgegenzuſtellen,“ antwortete ein Adjutant, der ſo eben von der bezeichneten Diviſion zurückgekom⸗ men war.

„So ſagen ſie ihm, er ſolle ſeine Leute wegführen,“ verſetzte der Herzog in ruhigem, leidenſchaftsloſem Tone.

In weniger als zehn Minuten ſah man das Regi⸗ ment ſich von der Maſſe trennen und die Straße nach Brüſſel einſchlagen, um den paniſchen Schreck dieſer Stadt noch zu vermehren durch Verbreitung des Ge⸗ rüchtes, die Engländer ſeyen geſchlagen und Napoleon in vollem Marſch nach der Hauptſtadt begriffen.

„Wie ſtark iſt Ney? können Sie es etwa berech⸗ nen?“ fragte Wellington, indem er ſich zu mir wandte,