Teil eines Werkes 
14. bis 18. Bändchen (Schluß) (1846)
Entstehung
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erſtenmal den Mund öffnete;„iſt es Grouchye iſt es Blücher?“

Soult neigt ſich der erſtern Anſicht zu und gibt ſeine Gründe dafür an. Der Kaiſer aber, ohne auf ihn zu hören, wendet ſich zu Domont und befiehlt ihm, mit ſei⸗ ner Diviſion leichter Reiterei und Subervics Brigade ſchleunigſt dorthin aufzubrechen. Wenn es Grouchy ſei, ſolle er eine Vereinigung mit ihm bewerkſtelligen; ſei es der Vortrab Blüchers, ſo ſolle er ihn angreifen. Kaum iſt der Befehl ertheilt, als eine Kolonne Reiterei ſich aus der ungeheuern Maſſe losmacht und gleich einer Rieſen⸗ ſchlange zwiſchen den Vierecken des gewaltigen Heeres durchwindet. Immer ſchneller und ſchneller rückt ſie her⸗ an und bald ſehen wir ſie am äußerſten rechten Flügel hervorkommen und wie bei einer Parade eine halbe Stunde vor dem Wald ſich aufſtellen. Dieſe ſehr ſchön und ge⸗ nau ausgeführte Bewegung hatte unſere ganze Aufmerk⸗ ſamkeit nicht blos von dem Angriff auf Hougoumont, ſondern auch von einem Ereigniß, das dicht neben uns ſtattgefunden, abgelenkt. Es war dies nämlich die Er⸗ ſcheinung eines preußiſchen Huſaren, der zwiſchen Wavre und Planchenoit gefangen worden war und einen Brief von Bülow an Wellington hatte, worin erſterer ſeine Ankunft bei St. Lambert meldete und um Ordre bat.

Damit war denn ſogleich die Erſcheinung rechts erklärt, aber der Gefangene fügte noch hinzu, die drei preußi⸗ ſchen Corps ſtehen bei Wavre und haben ihre Vorpoſten bis zwei Stunden über dieſe Stadt hinaus geſandt, ohne auf irgend eine Abtheilung von Grouchys Corps zu ſto⸗ ßen. Einen Augenblick wird kein Wort geſprochen Ein Schweigen, gleich einem paniſchen Schrecken, durchläuft den ganzen Stab; der Kaiſer ſelbſt bricht es zuerſt:

„Dieſen Morgen ſtanden die Chancen neunzig ge⸗ gen eine zu unſern Gunſten,“ ſagte er zu Soult;„durch Bülows Ankunft haben wir bereits dreißig verloren; doch haben wir immer noch Hoffnung genug, wenn nur