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ſchon trauerte ich über das ſcheinbar unvermeidliche Schick⸗ ſal, das meinen wackeren Landsleuten drohte.
Bei der geſpannten Theilnahme, womit ich dieſen Theil des Schlachtfeldes beobachtete, hatte ich bis jetzt nicht bemerkt, daß der Kaiſer und ſein Stab jetzt kaum dreißig Schritte vor mir ſtanden. Napoleon ſaß auf einem grauen, beinahe weißen Araber, und ließ die Zügel ſchlaff herab⸗ hängen, während er ſein Telescop mit beiden Händen vor ſein Auge hielt; er trug ſeinen gewöhnlichen grünen Nock mit weißen Aufſchlägen, die Uniform der beritte⸗ nen Jäger, ohne alle Dekorationen, außer dem Kreuz der Ehrenlegion. Seine hohen Stiefel waren von dem langen Ritte in dem tiefen Lehmboden bis weit hinauf beſpritzt; ſein kräftiges Schlachtroß ſah angeſtrengt und erhitzt aus, er ſelbſt aber, und ich beobachtete ſeine Züge genau, war vollfommen ruhig und unbewegt. Wie ängſt⸗ lich forſchte ich nicht auf dieſem Geſichte, mit welch ban⸗ gem Herzklopfen lauerte ich auf jede Geberde, in der Meinung, irgend eine flüchtige Spur von Zweifel, von Beſorgniß oder Schwanken zu entdecken! Aber von all dem war nichts zu gewahren. Niemand hätte ihm an⸗ geſehen, daß er ſeinen Blick auf ein blutiges Schlachtfeld geheftet hatte, daß ſein ganzes Schickſal von dem Spiele vor ihm abhing, daß er jetzt um ſeinen letzten, ſeinen einzigen Einſatz ſpielte, daß es ſich um die Herrſchaft der Welt handelte. Er glich weit mehr einem Manne, der im vollkommenſten Frieden mit ſich ſelbſt lebt, deſſen Gemüthsruhe durch keine Vorwürfe, durch keine Reue geſtört wird, deſſen Schifflein ſanft über die ruhige, von keinem Sturm der Leidenſchaft erregte See des Lebens dahingleitet. Neben ihm ſaß ein Mann, deſſen flammen⸗ des Auge und wechſelnde Geſichtszüge gerade das Wider⸗ ſpiel von ihm bildeten. Mit ängſtlicher Geſpanntheit betrachtete er den mörderiſchen Kampf um das Schloß her; jeder ſeiner Blicke, jede ſeiner Geberden verkündete das wechſelnde Schickſal des Augenblickes. Seine breite gewölbte Bruſt glänzte von Orden, aber ſeine finſtere
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