Teil eines Werkes 
14. bis 18. Bändchen (Schluß) (1846)
Entstehung
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das Feuer. Kellermann ſchickt ſeine zwölf Kanonen im Galopp voran; das Schloß iſt in dichten Pulverdampf gehüllt, und ſowie der Kampf lebhafter wird, ſtrömen immer friſche Truppen heran, während auf beiden Sei⸗ ten die Artillerie donnert. Die ganze Linie beider Heere ſchaut bewegungslos dem furchtbaren Kampfe zu und alle Augen ſind nach dem Platze geheftet, von welchem in dichten Dampfwolken die Blitze der Artillerie flammen, während das einſtürzende Mauerwerk, die brennenden Balken und das wilde Schlachtgeheul das furchtbare In⸗ tereſſe der Scene erhöhen. Ueber eine Stunde dauert der wüthende Angriff; die Artillerie auf der Höhe hat jetzt ihre Richtung gefunden und jeder Schuß erſchüttert die wankenden Mauern von Neuem; einige verwundete Soldaten kehren ſchwach und blutig aus dem Kampfe zurück, aber nur wenige entkommen. Eine krachende Gewehrſalve ertönt jetzt von der Seite des Gartens her, eine zweite und dritte folgt mit der Schnelligkeit des Blitzes. Es tritt eine augenblickliche Stille ein, aber auf einmal bricht ein betäubendes Freudengeſchrei los und ein Adjutant ſprengt herbei mit der Nachricht, der Baumgarten ſei mit dem Bajonett genommen. Die Naſſauer Scharfſchützen, die ihn beſetzt ge⸗ halten, hatten ſich nach verzweifeltem Widerſtand vor dem furchtbaren Anprall des franzöſiſchen Fußvolkes zu⸗ rückziehen müſſen.„A vous maintenant,“ rief General Foy, indem er den Säbel zog und vor die Spitze ſeiner glänzenden Diviſion ritt, die im Thale ſtand und be⸗ gierig auf den Befehl zum Angriff wartete.„En avant, mes braves!“ rief er, mit ſeinem Schwert nach dem Schloſſe deutend und kühn voranſprengend. Kaum war er hundert Schritte weit gekommen, als eine ricochetti⸗ rende Kanonenkugel ſein Pferd zu Boden ſtreckte; er machte ſich aber ſchnell von dem lebloſen Thiere los, ſprang auf ſeine Füße und eilte von Neuem vorwärts. Die Kolonne entſchwand bald aus meinen Augen und