Teil eines Werkes 
14. bis 18. Bändchen (Schluß) (1846)
Entstehung
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305 auszulaſſen ſchien, und ſeine eigene genaue Kenntniß der verſchiedenen Diviſionen und ihrer Führer nicht ohne namhaften Stolz auskramte.

„Ich ſehe, der Marſchall ſchwenkt ſich rechts; wir müſſen ihm folgen.“

Es war jetzt ungefähr acht Uhr, als ich von der äußerſten Linie einen Trupp Reiter in ſcharfem Trab herabkommen ſah.

„Das muß Ney ſeyn,“ ſagte mein Begleiter;„ſehen Sie, wie kühn er ſich den engliſchen Linien nähert.“

Und ſo war es auch. Die Schaar ritt furchtlos den Abhang hinab und machte erſt etwa hundert Schritte vor einem Gebäude halt, das einer verfallenen Kirche lich.

4. P iſt das für ein Gebäude dort?“ „Das— das,“ antwortete er nach einigem Sinnen, „das muß La Haye Sainte ſeyn, und dort, rechts davon, iſt die Straße nach Brüſſel. Da ſehen Sie, Ihre Landsleute ſind in Bewegung. Eine Kolonne zieht ſich rechts und die Reiterei ſchwenkt ſich auf die andere Seite der Straße. Doch ich habe mich geirrt; es kann nicht Ney ſeyn— Sacre Dieu, es iſt der Kaiſer ſelbſt und da kommt er.“

Während er ſprach, galoppirte der Trupp heran und hielt wenige Schritte vor uns ſtill.

„Ha,“ rief Napolon, indem ſein ſcharfer Blick auf mich fiel,„da iſt mein ſchweigſamer Freund von Qua⸗ trebras.„Sie ſehen, mein Herr, ich bedarf Ihrer Hülfe jetzt nicht. Das Schachbrett ſteht vor mir.“ Dann fügte er in einem Tone, der mir unverſtändlich ſeyn ſollte, hinzu:„Es hängt Alles von Grouchy ab.“

„Nun, Haxo,“ rief er einem Offtzier zu, der mit dem Hut in der Hand herangaloppirte:„Was meinen Sie? Hat ſich der Feind in dieſer Stellung verſchanzt?“

„Nein, Sire, der Boden iſt offen und in zwei

Lever, O'Malley. IV. 20