Teil eines Werkes 
14. bis 18. Bändchen (Schluß) (1846)
Entstehung
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umkreiſend, ſtürzen ſie plötzlich in Maſſen über den Zug her, und nehmen einen Theil der Bagage oder die Ver⸗ wundeten weg. Der ermattete Soldat, der überwältigt von Hitze und Erſchöpfung hinter den Seinigen zurück⸗ bleibt, iſt ihre ſichere Beute, und ebenſo die Schild⸗ wache auf einem etwas entlegenen Vorpoſten. Zuwei⸗ len werden ganze Pikets von ihnen angegriffen und auf⸗ gehoben; auf den einſamen Päſſen einer Gebirgsſchlucht oder unter dem dichten Schatten eines bewaldeten Tha⸗ les, da konnte ſich auch das ſtärkſte Herz einer Befürch⸗ tung nicht erwehren; hinter dem Felſen, der dräuend herabblickte, oder aus dem laubigen Dickicht hervor, deſſen Zweige ſich kaum bewegten, möchte der ſcharfe Klang aus der Büchſe eines Guerillas ihm zum Tode läuten.

So fiel auf dem Rückzug gegen Corunna Oberſt Le⸗ febre. Immer der Vorderſte im Angriff, fuͤhrte die⸗ ſer tapfere junge Mann, der ſich mit kaum ſechsund⸗ zwanzig Jahren bereits zum Oberſten ſeines Regiments aufgeſchwungen und das Kreuz der Ehrenlegion erwor⸗ ben hatte, ſeine kühnen sabreurs gegen die Bajonette unſerer Vierecke, ſchwang ſeinen Hut über dem Kopfe und ſchien wirklich ſeine Todeswunde ſelbſt zu ſuchen; aber un⸗ ſere wackern Burſche fanden ein ſolches Wohlgefallen, an ſeinem tapferen Benehmen, daß ſie ihn mit Freudenge⸗ ſchrei begrüßten, als er herankam.

In einem ſolchen Augenblick, als er, hoch in ſei⸗ nen Steigbügeln ſich aufrichtend, gegen die unbewegli⸗ chen Reihen der britiſchen Infanterie heranſtürzte, flog mit ſchrillem Gepfeife eine Kugel aus dem Laube her⸗ vor; ihr folgte der Triumphſchrei eines Guerilla, und in demſelben Augenblick ſank Lefebre, aus deſſen Bruſt ein Blutſtrom hervorquoll, auf die Mähne ſeines Pfer⸗ des zuſammen. Ein gebrochener Schrei entfuhr ſeinen Lippen, eine letzte Anſtrengung ſeine Leute zu begrüßen; ſein edles Schlachtpferd galoppirte weiter zwiſchen un⸗