Teil eines Werkes 
14. bis 18. Bändchen (Schluß) (1846)
Entstehung
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So ſey es denn, erwiederte der andere, indem er ſich anſchickte, ſeine Schätze zuſammen zu nehmen. In dieſem Augenblicke machte ich einen kleinen Verſuch, meine Lage einigermaßen zu verändern, um die ganze Geſellſchaft genau überſehen zu können. Der Zweig, auf den ich mich ſtützte, gab jedoch mit lautem Gekrache nach; ich verlor das Gleichgewicht, rutſchte über den Felſen hinab und ſtürzte in den Fluß. Das Geräuſche, das Geplatſche und vor allem die plötzliche Erſcheinung eines Mannes dicht neben ihm, überraſchte den Fran⸗ zoſen dermaßen, daß er beinahe ſeinen Korb fallen ließ, und einige Minuten ſtanden wir einander ſchweigend gegenüber. Ein herzliches Gelächter von beiden Seiten machte zuletzt dieſer unangenehmen Lage ein Ende und mit der Gewandtheit ſeiner Nation eröffnete der Fran⸗ zoſe die Unterhandlung.

Sacre Dieu, rief er,was thun Sie hier? Sie ſind Engländer, wie ich ſehe?

Ganz richtig, antwortete ich;aber die nämliche Frage, wollte ich an Sie richten; was thun Sie ier 25 Eh bien. verſetzte der An dere munter,das will ich Ihnen aufrichtig beantworten. Unſer Kapitän wurde in dem Gefecht vom S8ten verwundet und wir hörten, einige Bauern haben ihn weggetragen. Als die Armee zurückging, erhielten wir Erlaubniß, ihn aufzuſuchen, aber zwei Tage lang war alle Mühe vergeblich. Die Bauern flohen bei unſerer Annäherung, und obgleich wir einige von unſern geſtohlenen Sachen, zum Beiſpiel dieſe Flaſchen da, wieder erhielten, ſo kamen wir doch unſerem Kameraden erſt dieſen Abend auf die Spur. Ein gutherziger Hirte hatte ihn in ſeine Hütte aufge⸗ nommen und ſehr freundlich behandelt; aber kaum hörte er den Galopp unſerer Pferde und das Klirren unſerer Waffen, als er ſelbſt gefangen zu werden fürchtete und mit Zurücklaſſung unſeres Freundes ins Gebirge floh. Voilà notre histoire. Hier ſind wir jetzt zu drei im