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Bald zeigten ſich die bärtigen Geſichter der Grena⸗ diere und halb kletternd, halb rennend, ſtieg die düſtere Colonne die Anhöhe heran. Eine Büchſenkugel ſandte den franzöſiſchen Anführer taumelnd den Abgrund hinab, und ein Geſchrei, toll und wild, wie das Kriegsge⸗ ſchrei der Indianer, zerriß die Luft, als das 71te und 79te Regiment Hochländer auf den Feind eindrang.
Unſer Geſchäft war kurz. In halben Schwadronen vorrückend, waren wir den Blicken des Feindes durch die dichten Weinberge entzogen, welche die untere Stadt umgürteten und warteten voll Ungeduld auf den Augen⸗ blick, wo unſere tapfere Infanterie den Feind zum Ruck⸗ zug zwingen würde. Wir erhielten Befehl abzuſitzen und ſtanden den Zügel über den Arm gehängt, in unruh⸗ voller Erwartung da. Der Angriff auf die franzöſiſche Colonne fand in unſerer nächſten Nahe ſtatt, ſo daß wir die aufmunternden Zurufe der Offiziere und das laute Hurrah der Mannſchaft deutlich vernahmen; aber der Raum zwiſchen uns wurde durchſchnitten von Mauern und Gebüſchen, welche die Bewegungen der Reiterei gänzlich verhinderten.
Furchtlos bewegte ſich die Colonne mit gefälltem Bajonnett die Anhöhe hinan. Keine Plänkler zogen ih⸗ nen voraus, aber der hohe Schacko des Gardegrenadiers zeigte ſich in der erſten Linie. Lange bevor das Ende der Colonnen an uns vorübergezogen war, befanden ſich die vorderſten Reihen bereits im Kampfe. Ein be⸗ täubender Musketendonner erkrachte, ſo laut wie eine Artillerieſalve. Eine ſchwarze Rauchmaſſe wälzte ſich ſchwer von den Höhen hinab und entzog unſern Blicken Alles, außer wenn der lebhafte Blitz des Pelotonfeuers den Schleier zerriß und uns die Truppen zeigte, die beinahe handgemein waren.
„ Es iſt offenbar Pictons Diviſion,“ rief Merivale; „ich höre die Sackpfeifen der Hochländer.“
„Ja, ſo iſts, Sir,“ antwortete Hampden;„das 71te
iſt in derſelben Brigade und ich kenne die Hörner wohl.“


