Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1846)
Entstehung
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ſchritt den Fluß und ſtellte ſich bei Frenada auf, indent ſie ſich dicht an die iſte Diviſion anlehnte. Auch die übrigen Abtheilungen zogen ſich jetzt zurück und nahmen eine Stellung in rechten Winkeln gegen ihre frühere an, während die Cavallerie in der Front ſich formirte und den Feind im Schach hielt. Dies war ein glänzendes und, einem ſo überlegenen Feind gegenüber, beiſpiel⸗ loſes Manöver.

Beim Anblick dieſer neuen Fronte ſtanden die Fran⸗ zoſen ſtill und eröffneten ein Feuer aus ihren ſchweren Geſchützen, die jedoch von den britiſchen Batterien bald zum Schweigen gebracht wurden. Die Cavallerie be⸗ wegte ſich jetzt ſeitwärts und die Infanterie nahm all⸗ mälig ihre frühere Stellung wieder ein. Während dies vor ſich ging, wurde der Angriff auf Fueutes d'⸗Onoro mit unveränderter Heftigkeit fortgeſetzt. Die drei bri⸗ tiſchen Regimenter unten im Orte wurden durchbrochen von der franzöſiſchen leichten Infanterie, die mit über⸗ wältigender Macht auf ſie eindrang: das 79te Regiment war gänzlich zerſprengt, zehn Compagnien gefangen und Comeron, ihr Oberſt, tödtlich verwundet. So gerieth der untere Theil des Ortes in Feindeshand, während im obern Theil der unaufhörliche Musketendonner fort⸗ während von dem hartnäckigen Widerſtand der Englän⸗ der zeugte.

Jetzt wurden unſere Reſerven vom rechten Flügel her zu Hülfe gerufen, um dem immer wachſenden Andrange von friſchen Truppen zu widerſtehen, welche Drouet un⸗ aufhörlich herbeifuͤhrte. Verſtärkt durch das ganze 6te Corps drangen die Franzoſen auf einmal im Sturm⸗ ſchritte vor. Sie ſprengten durch die zerſtörten Straßen der untern Stadt, gingen wacker fechtend über den Fluß und griffen die Höhen an. Schon hatten ihre erſten Reihen den Gipfel erreicht, wo die Kapelle ſtand. Ein franzöſiſcher Oberſt winkte mit dem Hut auf der Degen⸗ ſpitze ſeinen Leuten zu.

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