Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1846)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

3⁰3

viſion vertheidigte das Dorf mit dem Bajonette, aber die Franzoſen, die ſich ſortwährend maſſenweiſe hinein⸗ drängten, trieben ſie zuletzt mit Verluſt zurück und nah⸗ men nach einſtündigem hartem Kampf Beſitz von dem Platze.

s Gehölz auf dem linken Flügel füllte ſich jetzt mit leichter Infanterie, deren maſſenhafte Bewegung anzeigte, daß ſie unſere Flanke zu umgehen hoffte. So wurde der Raum zwiſchen dem Dorfe und dem Hügel von Naval d'Aver die Centralpoſition, und hier ſtellten ſich die Guerillas unter Julian Sanches auf und ſchienen zuverſichtlich die Franzoſen zu erwarten. Bald jedoch kamen die Küraſſiere herangeſprengt und nun zogen ſich die Guerillas beinahe ohne einen Säbelhieb hinter den Turones zurück. Dieſe Bewegung von Seiten Julians mußte mehr ſeinem Zorn als kleinmüthiger Furcht zuge⸗ ſchrieben werden, denn er war empört darüber, daß einige Minuten vorher ein Soldat unſerer Garde ſeinen Lieblingslieutenant, den er für einen franzöſiſchen Offizier hielt, erſchoſſen hatte.

Montbrun verfolgte die Guerillas mit einigen Schwadronen; nun aber wandten ſich dieſe entſchloſſen um und ſetzten ihren Rückzug erſt fort, als ſie von der Maſſe überwältigt wurden.

Die Franzoſen indeß ſchickten jetzt ihre ganze Rei⸗ terei vorwärts, trieben die engliſche zurück, und ſo gelang es ihnen, den rechten Flügel der 7ten Diviſion zu werfen. Die Schlacht war inzwiſchen allgemein geworden. Die Stabsoffiziere, die vom linken Flügel herankamen, berichteten uns, daß Fuentes d'Onoro mit ſtarker Macht angegriffen ſey und Maſſena perſönlich den Sturm leite. Der Kampf hatte jetzt eine Aus⸗ dehnung von beinahe vier Stunden gewonnen, aber dennoch hing das Schickſal des Tags augenſcheinlich von der Behauptung unſerer Stellung ab. Bisher waren wir aus dem Dorf und Gehölze vertrieben worden, und

die dunkeln Maſſen Infanterie, die ſich zu unſerer