widerſtehen war unmöglich und beinahe ohne daß ein Schuß⸗ ja beinahe ohne daß ein Säbelhieb gewechſelt wurde, ritten wir die vorderſten Reihen geradezu nieder, warfen ſie auf ihre Nachhut und rollten Roſſe und Mann die Anhöhe hinab. Die Franzoſen zogen ſich auf ihre Artillerie zurück; aber bevor ſie ihr Feuer auf uns eröffnen konnten, hatten wir geſchwenkt und galoppirten mit etwa ſiebzig Gefangenen nach unſerer Stellung zu⸗ rück. Wir ſelbſt hatten nur zwei Mann verloren. Das Ganze war ſo plötzlich, ſo kühn und ſo glücklich ausge⸗ führt, daß wir beim Zurückreiten in ein fröhliches Ge⸗ lächter ausbrachen über die ſeltſamen Reiterkünſte der Franzoſen, als ſie köpflings den Hügel hinabſtürzten; auch erinnere ich mich noch ſehr gut, daß von dieſem Augenblick an jeder andere Gedanke als an Sieg gänz⸗ lich aus meiner Seele ſchwand, und viele von meinen Kameraden, denen es im Anfang ebenſo zu Muth geweſen war, wie mir, bekannten mir nachher, daß ſich erſt jetzt die zuverſichtliche Hoffnung bei ihnen eingeſtellt habe, den Feind zu ſchlagen.
Während wir langſam in unſere Stellung zurück⸗ kehrten, brachen die Franzoſen mit großer Macht aus dem Dorfe Almeida hervor, um Poco Velho anzugreifen. Sie kamen in ſcharfem Trab, vorn und auf den Flan⸗ ken Artillerie, überall Reiterei. Der Angriff auf das Dorf wurde jetzt mit großen Kanonen eröffnet, und
mitten durch den Donner der Artillerie, ſowie das Raſſeln
des kleinen Gewehrs tönte das Geſchrei der Stürmen⸗ den und der wilde Schlachtruf der Guerillareiterei, die ſich in der Front des Dorfes formirt hatte. Die Franzoſen rückten feſten Schrittes vor, trieben die Pikets zurück und überſchwemmten das Dorf mit einem Kartätſchenhagel. Ziſchend brachen die Flammen aus den angezündeten Dächern, und der ſchwarze Rauch, der in dichten Wolken aufſtieg, hing gleich einem Bahrtuch über dem Orte. Der Kampf wurde nun furchtbar. Unſere 7te Di⸗


