Teil eines Werkes 
9. bis 13. Bändchen (1846)
Entstehung
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zuſtürmen, als auf dem Rande des Hügels ein ſpaniſcher Reiiter erſchien, ſodann ein zweiter und dritter, endli aber ſah man, daß die ganze Schaar in wilder Unord⸗ nung auseinanderſtob und heftig vom Feinde verfolgt wurde.

Die vorderſten Schwadronen der Franzoſen zogen ſich jetzt anf ihren Hinterhalt zurück; die Angriffscolonne verdichtete ſich und ein donnerndes Getöſe in ihrer Mitte verkündete die Ankunft der leichten Artillerie vor der Front.

In dieſem Augenblick war es mir zum erſtenmal bange ums Herz; ſo weit das Auge reichen konnte, erſtreckte ſich die dichte Maſſe der Saͤbel und zog ſich langſam von den fernen Hügeln herab über die Ebene. Ich überſchaute unſere Linie, die kaum tauſend Mann ſtark war, und konnte mich des Gedankens nicht erweh⸗ ren, unſer letztes Stündlein ſey gekommen: wie ein Blitz durchzuckte mich dieſe Ahnung, aber im nächſten Augenblick brannten meine Wangen vor Scham, als ich die funkelnden Augen und kecken Blicke meiner Kame⸗ raden ſah, die mit zuſammengepreßten Lippen, die Hand feſt am Säbelgriff, bewegungslos das Commandowort erſehnten.

Die Franzoſen hatten am Rande des Hügels ange⸗ halten, um ſich zu formiren, als Merivale zu uns heranſprengte.

Vierzehntes, ſeyd Ihr bereit? Seyd Ihr bereit, m eine Jungen?

LnBereit, Sir, bereit, erſcholl es auf der ganzen inie. So jagt ſie zurück und greift an! Greift an! er mit der größten Erhebung ſeiner Stimme.

Himmel! welch ein Zuſammenſtoß war das! Unſere ferde, die im beſten Stande waren, fühlten kaum die Sporen, als ſie wie raſend voran ſtürmten. Es ſah aus wie ein Wettrennen und die Entfernung betrug höchſtens vierhundert Schritte. Unſerm Anprall zu

rief