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Ich hatte von meinen beiden neuen Bekannten ſchon viel gehört. Tom Marsden war ein Name, der in jeder Cavalleriebrigade gleich gefeiert war wegen ſeiner Con⸗ rakte und ſeines Clarets. Er kannte jeden Offizier von Wellington herab bis zum jüngſten Fähndrich, und auf dem Marſch gab es kein größeres Glück, als von ihm zur Tafel geladen zu werden. Im dichteſten Schlacht⸗ gewühl muſterte Toms kritiſches Auge die kämpfenden Schwadronen mit einer Genauigkeit, die ihn ſchnell be⸗ rechnen ließ, wie vieler neuen Pferde das Regiment bedurfte, und wobei er einen ſehr praktiſchen Blick und eine merkwürdige Kaltblütigkeit beurkundete.
Von dem Guerilla brauche ich nicht zu ſprechen. Die kühnen Thaten, die er ausgeführt und die Dienſte, die er ſeinem Vaterland geleiſtet, haben ſeinen Namen weltgeſchichtlich gemacht. Trotz alldem bekam jedoch Ermudung die Oberhand über meine Neugierde und ich verſank auf dem Gras in einen tiefen Schlummer, wäh⸗ rend meine luſtigen Kameraden bis gegen Morgen zechten. Das Letzte, was ich noch wahrnehmen konnte, war, wie Julian ſeinen weiten Mantel über mich ausbreitete und ſeine tiefe Stimme mir eine Art Gute Nacht! zu⸗
flüſterte.
Neunzigſtes Kapitel. Die Schlacht von Fuentes d'Onoro.
Ich ſchlief ſo feſt, daß mich ſelbſt der Tumult des folgenden Morgens nicht erweckte, und der Guerilla, deſſen Reiter ſchon in der Schlucht neben den Höhen von Echora ſtanden, wollte nicht zugeben, daß man mich vor dem letzten Augenblick ſtörte. Mickey ſtand mit den Pferden neben mir, und erſt, als die Schwa⸗ dronen ſich bereits formirten, ſprang ich auf und blickte um mich 3 3
Der Tag brach eben an; ein dichter Nebel lag über


